Burundi
Außenpolitik
Stand: April 2009
Die burundische Außenpolitik konzentriert sich angesichts der langjährigen innenpolitischen Instabilität auf die Erhaltung guter Beziehungen zu den Nachbarländern Demokratische Republik Kongo, Tansania und Ruanda. Dem Verhältnis zu Ruanda kommt infolge der geschichtlichen, ethnischen, kulturellen und sprachlichen Gemeinsamkeiten Priorität zu.
Der zweite Schwerpunkt Burundis ist die Partnerschaft mit den bi- und multilateralen Partnern und Entwicklungshilfegebern, die mehr als die Hälfte des burundischen Haushalts finanzieren. Dabei ist die Europäische Union als der größte Geber ein privilegierter Partner. Der Friedens-und Versöhnungsprozess und damit eng verbunden Sicherheitsfragen haben auch nach der Stabilisierung der Lage infolge demokratischer Wahlen 2005 höchste Priorität. Eine Mission der Vereinten Nationen (BINUB) unterstützt diesen Prozess. Aufgrund seiner geographischen Lage sucht das Land gute Beziehungen zur ostafrikanischen Region und ist 2007 der „East African Community“ beigetreten.
Burundi ist zudem Sitz des Sekretariats der Konferenz der Großen Seen, das von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gefördert wird. Burundi hat sich zudem sicherheitspolitisch profiliert, indem es 1700 Soldaten für die Friedensmission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) stellt und damit zunehmend auch internationale Verantwortung übernimmt.
Hinweis
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