Burkina Faso
Außenpolitik
Stand: Oktober 2009
Grundlinien der Außenpolitik
Burkina Faso betrachtet sich als ein an der zunehmenden politischen und wirtschaftlichen Integration Afrikas aktiv mitwirkendes Land und ist bestrebt, seine Rolle in der westafrikanischen Region zu stärken. Hierbei kommen dem Land seine Mitgliedschaft in der CEDEAO/ECOWAS und UEMOA, seine Mittlertätigkeit bei politischen Konflikten in der Region (Togo, Côte d'Ivoire) sowie sein temporärer Sitz im VN-Sicherheitsrat (seit Anfang 2008) zugute. Priorität haben für die burkinische Regierung des weiteren der Ausbau der Beziehungen zu den Nachbarländern sowie die Vertiefung der Beziehungen zu den wichtigsten Geberländern von Entwicklungshilfe (EU-Mitgliedstaaten, Taiwan sowie USA und Kanada).
Außenpolitik im multilateralen Rahmen
Burkina Faso ist Mitglied in einer Reihe von afrikanischen Regionalorganisationen und Sitz der westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion UEMOA sowie des Exekutiv-Sekretariats der Regionalorganisation CILSS (zwischenstaatliches Komitee zur Dürrebekämpfung im Sahel). Das Land führte von Mitte 1998 bis Mitte 1999 den Vorsitz in der Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU) und engagierte sich seither verstärkt als Vermittler bei Konflikten in der weiteren Region (Sierra Leone, Äthiopien-Eritrea, Tschad, Komoren, Tuareg-Frage in Mali und Niger, Togo, Côte d’Ivoire). 2007 und 2008 hatte Burkina Faso den Vorsitz in der ECOWAS und UEMOA. Seit Anfang 2008 ist Burkina Faso auch nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
Als Gastgeber internationaler Konferenzen ist Burkina Faso bemüht, Profil zu gewinnen. Das 10. Gipfeltreffen der Francophonie hat im November 2004 mit großem Aufwand in Ouagadougou stattgefunden, im Oktober 2009 fand in Ouagadougou das 7. Weltforum für nachhaltige Entwicklung statt.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.