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Landesflagge Belize
Wirtschaft

Stand: Februar 2010

Wirtschaftspolitik

In Belize sind die Einkünfte aus dem Tourimus sowie dem Export von Fischereierzeugnissen, Zitrusfrüchten, Zucker, Bananen und Textilien Hauptdevisenbringer.

Die expansive Geld- und Fiskalpolitik der Regierung, begonnen bereits im Jahre 1998, führte zu hohen Wachstumsraten, allerdings auf Kosten einer drastischen Ausweitung der Haushalts- und Leistungsbilanzdefizits. Das BIP stieg in den Jahren 1999 – 2007 durchschnittlich um 4%, zuletzt 2008 in Folge der internationalen Finanzkrise, Naturkatastrophen und dem Preisverfall für Erdöl um 3,8%.

Für 2009 wurde eine Steigerung um 6% prognostiziert.

Nachdem neue Ölvorkommen von guter Qualität  gefunden worden sind, soll die Produktion zunehmen und sich bei ca. 4.400 barrels pro Tag einpendeln.

Wichtige Wirtschaftszweige

Der Dienstleistungsbereich, in dem 71,7% der arbeitenden Bevölkerung tätig sind, erwirtschaftet 54,1% des BIP.

Die Landwirtschaft (Zucker, Zitrusfrüchte, Bananen) einschließlich Fischerei, Fischzucht und Forstwirtschaft bleibt ein wichtiger Wirtschaftszweig. Sie erwirtschaftet 29% des BIP und beschäftigt 10,2% der arbeitenden Bevölkerung.

Die verarbeitende Industrie trägt 16,9% zum BIP bei (18,1% der Erwerbsbevölkerung).

Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,1%.

Die Entwicklung des Tourismussektors wird von der Regierung mit Sorge betrachtet. Die Rezession in den USA führte zu einem starken Rückgang der US-Touristen, die mit weitem Abstand die Statistik anführen. Für die nahe Zukunft wird keine Besserung der Branche erwartet. Es wird zudem erheblicher Investitionen - z.B. für neue Kaianlagen für die Kreuzfahrtschiffe -, bedürfen, bis die Höchstmarke der jährlich 800.000 Touristen wieder erreicht wird. Weniger Touristen bedeuten dabei zurückgehende Devisen- und Steuereinnahmen. 

Auch die Einnahmen des Landes durch Gastarbeiterüberweisungen sind rückläufig.

Aussenhandel und Zahlungsbilanz

Die Schere zwischen Export (2009: 395 Mio. USD) und Import (2009: 616 Mio. USD) klafft nach wie vor weit auseinander. Die Einnahmen aus dem Tourismus verschaffen Belize jedoch insgesamt eine ausgeglichene Leistungsbilanz. Die USA dominierten auch im Jahr 2009 das belizische Handelsvolumen: 36,9% des Exports und 38% des Imports werden mit den USA abgewickelt, weitere wichtige Exportländer sind Großbritannien (22,3%), die Italien (4,7%) und die Elfenbeinküste (4,4%).

Als Importpartner liegt Mexiko mit 13,1% an zweiter Stelle, gefolgt von Kuba (7,9%), Guatemala (6,2%) und China (4,3%).

Die hohe öffentliche externe Verschuldung, die etwa 95% des BIP entspricht, stellt weiterhin eine Bedrohung für die politische und ökonomische Stabilität des Landes dar.

Anstrengungen der Regierung, diese Auslandsverschuldung zu reduzieren, blieben bislang erfolglos.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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