Australien
Kultur- und Bildungspolitik
Stand: Oktober 2009
Zentren des kulturellen Lebens
Australien versteht sich als Einwanderungsland mit multikultureller Gesellschaft. Das kulturelle Angebot vor allem in den Städten ist vielfältig. Mit über 1.000 Museen und bis zu 30.000 Jahre alten Zeugnissen aborigener Kultur lassen sich über das gesamte Land verteilt interessante Orte finden. Auch in den Bereichen Musik, Literatur, Film, Malerei und Theater hat Australien namhafte Künstler zu bieten. Besonders die Malerei der Aboriginals und australische Filmproduktionen werden derzeit international stark nachgefragt.
Die dynamischen Zentren des kulturellen Lebens sind die fünf großen Metropolen Sydney, Melbourne, Brisbane, Perth und Adelaide Sie verfügen auch im internationalen Vergleich über ein bemerkenswertes Kulturangebot und sind Gastgeber einer Vielzahl international bedeutsamer Festivals.
Sport
Der Sport spielt die bei weitem bedeutendste Rolle im australischen Kulturleben. Die Australier sind ein sportbegeistertes Volk und konnten trotz ihrer geringen Einwohnerzahl von nur ca. 22 Millionen den 6. Medaillenrang bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking belegen. Auch die Begeisterung für den europäischen Fußball ist seit dem relativ guten Abschneiden Australiens bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland landesweit zu spüren. Die bedeutendsten Sportarten sind jedoch weiterhin Australian Rugby bzw. – je nach Bundesstaat – Australian Rules Football und Cricket.
Schulen und Hochschulen
In Australien besteht vom 6. bis einschließlich 15. Lebensjahr Schulpflicht, die jedoch auch durch Unterrichtung der Kinder und Jugendlichen von zuhause aus erbracht werden kann. Die meisten Kinder besuchen zuvor mit fünf Jahren eine Preparatory School (vergleichbar mit der deutschen Vorschule) und im Anschluss an das 10. Schuljahr die zweijährige Senior Secondary Highschool. Es kann zwischen staatlichen und privaten Schulen gewählt werden, wobei fast ein Drittel der insgesamt ca. drei Mio. Schüler die meist kirchlichen Privatschulen besucht.
Die meisten der 40 Universitäten des Landes sind staatlich. Die Mittelzuweisungen der Commonwealthregierung an die Hochschulen richten sich im Wesentlichen nach deren Studierendenzahlen. Alle Universitäten sind außerdem berechtigt, Studiengebühren zu erheben. Die Höhe der Gebühren kann dabei von den Hochschulen frei festgelegt werden und bewegt sich für Australier im Undergraduatebereich meist zwischen EUR 2.200 und EUR 3.800 pro Semester. Für finanziell bedürftige Studierende steht eine Auswahl von Stipendien- und Kreditprogrammen zur Verfügung.
Ausländische Studierende - sie kommen insbesondere aus China und Indien - zahlen im Vergleich zu Deutschland hohe Studiengebühren. Sie sind damit eine bedeutende Einnahmequelle australischer Universitäten und machen mittlerweile ungefähr ein Viertel der Studierenden aus. Bildung ist ein wichtiger Exportmarkt der australischen Wirtschaft.
Die Zusammenarbeit mit Deutschland im Hochschul- und Wissenschaftsbereich ist eng, es existieren ca. 230 bilaterale Vorhaben auf diesem Gebiet. Eine weitere Intensivierung ist geplant. Etwa 6.000 Deutsche studieren in Australien, in umgekehrter Richtung ist diese Zahl allerdings bedeutend geringer.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.