Armenien
Kultur- und Bildungspolitik
Stand: Oktober 2009
Armenien – das als erster Staat der Welt im Jahr 301 das Christentum zur Staatsreligion erhob – sieht sich in erster Linie als europäische Kulturnation.
Das Land ist seit 1992 Mitglied in der UNESCO; drei Kulturdenkmäler – Etschmiadzin, der „armenische Vatikan“; die Klöster von Haghpat und Sanahin; das Kloster von Geghard – wurden in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen, über die Aufnahme weiterer Stätten wird beraten.
Es besteht ein reges Interesse an kulturellen Fragen, Veranstaltungen sind stets gut besucht, und es herrscht kein Mangel an Bewerbern auf ausländische Stipendien wie sowohl die starke Anteilnahme an den Deutschlandwochen 2009 in Armenien als auch die steigende Anzahl von Stipendiaten des DAAD bezeugen.
Obwohl Kultur und Bildung im öffentlichen Leben Armeniens eine wichtige Rolle spielen, können die wirtschaftlichen Probleme des Landes nicht ohne Auswirkungen bleiben: Aufgrund knapper Budgets fehlen teilweise Mittel für Lehrmaterialien und Ausstattung, Gebäudereparaturen, Heizkosten etc.
Abgesehen von den alltäglichen Herausforderungen ist es ein besonderes Anliegen des Kulturministeriums der Republik Armenien, die Regionen außerhalb der Hauptstadt in das kulturelle Geschehen einzubinden. Ein positives Beispiel ist Gyumri, wo seit 1998 die „Biennale für zeitgenössische Kunst“ ausgerichtet wird. Die nächste ist für September 2010 geplant.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.