Antigua und Barbuda
Innenpolitik
Stand: März 2010
Staatsaufbau und innenpolitische Lage
Der Staat besteht aus den beiden Hauptinseln Antigua und Barbuda. Er wurde 1967 nach langer britischer Kolonialzeit assoziierter Staat des Commonwealth und 1981 unabhängig. Staatsoberhaupt ist die britische Königin, die durch einen Generalgouverneur (derzeit Dame Louise Agnetha Lake-Tack) vertreten wird. Antigua und Barbuda ist eine parlamentarische Demokratie nach britischem Vorbild. Das Parlament besteht aus einem alle fünf Jahre gewählten Abgeordnetenhaus und einem vom Generalgouverneur ernannten Senat mit jeweils 17 Mitgliedern. Regierungschef ist der vom Abgeordnetenhaus gewählte Premierminister.
Die Justiz ist unabhängig und gliedert sich in drei Instanzen: einfache Gerichte, Ostkaribisches Berufungsgericht, Privy Council in London.
Bei der Parlamentswahl im März 2009 konnte die United Progressive Party von Premierminister Baldwin Spencer ihre Mehrheit nur knapp behaupten (9 nach vorher 12 von 17 Parlamentssitzen).
Die Innenpolitik steht weitgehend im Zeichen der Auseinandersetzung mit dem Zusammenbruch des Finanzimperiums des bis zu seiner Inhaftierung in Antigua lebenden texanischen Geschäftsmannes Stanford. Ihm gehörten in Antigua nicht nur die zwei größten Banken, sondern zahlreiche weitere für das kleine Land wichtige Unternehmen. Die Folgen für Antigua und Barbuda sind gravierend.
Dies und die globale Finanzkrise, verbunden mit einem Einbruch des Tourismus erschweren den Abbau der Staatsverschuldung sowie wichtige Reformvorhaben.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.