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Landesflagge Angola
Außenpolitik

Stand: Januar 2010

Geprägt von politischer Stabilität und generell hohem Wirtschaftswachstum (Ausnahme 2009: 1,3 Prozent) sieht sich Angola als wichtige Regionalmacht im südlichen Afrika.

Das Land bemüht sich, auf regionaler wie internationaler Ebene größere Verantwortung zu übernehmen. Von Mai 2006 bis Juni 2007 hatte Angola den Vorsitz des neu geschaffenen VN-Ausschusses für Peace-Building inne. 2006 gründete Angola die Vereinigung afrikanischer Diamantproduzenten und ist im gleichen Jahr der OPEC beigetreten, deren Vorsitz es 2009 trotz Wirtschafts- und Finanzkrise unter Erhalt der OPEC-Kohärenz und -Disziplin erfolgreich ausübte. Auch in der Kommission der Golf von Guinea-Staaten, deren Sekretariat sich in Luanda befindet, übt Angola bis gegen Ende 2010 den Vorsitz aus. Angola hat sich bisher nicht an VN- oder AU-mandatierten Friedenseinsätzen beteiligt. Angola ist seit Mai 2007 Mitglied im VN-Menschenrechtsrat.

Auch die Außenpolitik steht im Dienst des vorrangigen allgemeinen Ziels der angolanischen Politik: dem eines möglichst schnellen Wiederaufbaus nach dem Ende des Bürgerkriegs. Prioritär ist daher das Interesse am Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen, sei es durch Privatinvestitionen oder Kreditlinien zur Finanzierung eigener Vorhaben.

Die wichtigsten Partner

Portugal und Brasilien sind traditionelle Partner, mit denen eine intensive wirtschaftliche Kooperation besteht. Nach der Befriedung Angolas und der Verbesserung der Transportmöglichkeiten über Land dürften die Wirtschaftsbeziehungen zu Südafrika weiter an Gewicht gewinnen, so wie auch die politischen Beziehungen seit dem Besuch von Präsident Zuma in Angola 2009.

Die USA, zweitgrößter Abnehmer angolanischen Erdöls, sind ein wichtiger außerregionaler Partner Angolas. Russland bleibt ein gewichtiger Partner im militärischen Bereich. Eine deutlich zunehmende Rolle spielt die VR China, die mittlerweile nicht nur Hauptimporteur angolanischen Erdöls, sondern als bei weitem wichtigster Kreditgeber auch beim Wiederaufbau (Straßen, Eisenbahnen, Gebäude etc.) stark engagiert ist.

Regionale Friedensbemühungen

Im internen Konflikt der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) war Angola bis Ende 2002 als wichtiger Akteur auf Seiten der Regierung mit eigenen Truppen präsent. Angolanische Vermittlung führte im September 2002 zu einem in Luanda unterzeichneten Abkommen zwischen den Präsidenten der DR Kongo und Ugandas über die Normalisierung der Beziehungen und den ugandischen Truppenrückzug. Im erfolgreichen Wahlprozess in der DR Kongo 2006 hat sich Angola stark positiv engagiert. Angola unterstützt ferner aktiv die Reform des Sicherheitssektors der DR Kongo.

Eine Eintrübung der Beziehungen erfolgte jedoch in der 2. Jahreshälfte 2009, als die DR Kongo auf Massenabschiebungen von kongolesischen Staatsangehörigen, die sich illegal in Angola aufhielten, mit eigenen umfangreichen Abschiebungen von Angolanern reagierte. Gegenwärtig sind beide Seiten bemüht, die zugrundeliegenden bilateralen Meinungsverschiedenheiten (auch Grenzziehungsfragen) auf dem Verhandlungswege beizulegen.

Überregional hatte Angola 2008 den Vorsitz des SADC-Organs für Politik, Sicherheit und Verteidigung inne.



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Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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