Aktuelle Informationen zur Influenza A(H1N1) 2009 ["Neue Grippe", "Schweinegrippe"]
Stand: 5. Januar 2010
Die Weltgesundheitsorganisation WHO teilt mit, dass weltweit in mehr als 208 Ländern bestätigte Fälle der „Neuen Grippe“ bei Menschen aufgetreten sind.
Am 11. Juni 2009 wurde von der WHO die Pandemiewarnstufe 6 ausgerufen.
Bei der „Neuen Grippe“ handelt es sich in der Regel um eine relativ harmlose, „normale“ Grippe mit Fieber, Husten, Muskel- und Gliederschmerzen, auch andere Symptome (beispielsweise Durchfall) können vorkommen. Nach Untersuchungen des Robert–Koch–Instituts ist bisher die Altersgruppe bis 49-Jährigen besonders betroffen (ca. 80%), während bei der saisonalen Grippe häufiger Kinder und Ältere betroffen sind. Auch Todesfälle kommen vor; häufig bei Patienten mit Vorerkrankungen.
Übertragungen dieser Krankheit von Mensch zu Mensch sind, wie bei der "normalen" saisonalen Grippe, häufig. Impfstoffe gegen die „Neue Grippe“ sind zugelassen. Impfungen werden auch in Deutschland angeboten, bezüglich Details befragen Sie bitte Ihren Arzt.
Flugreisende müssen an den Zielflughäfen mit verschärften Einreisekontrollen rechnen. Die Maßnahmen sind von Land zu Land unterschiedlich und können beispielsweise folgende Maßnahmen umfassen: Messung der Körpertemperatur, Befragung der Reisenden, Kontrolle der Passdaten nach vorhergehenden Aufenthaltsländern etc. Von örtlichen Behörden werden verstärkt Quarantänemaßnahmen gegen Einzelpersonen oder Gruppen verfügt, wenn Grippesymptome bei der Einreise festgestellt oder (auch zufällige) Kontakte zu Erkrankten nachgewiesen werden können. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in Verdachtsfällen die Einreise verweigert wird. Falschangaben oder Verstöße gegen Quarantänemaßnahmen können bestraft werden.
Reisenden wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sowie die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Bisher liegen dem Auswärtigen Amt keine Erkenntnisse vor, dass Staaten für die Einreise eine Impfung gegen die „Neue Grippe“ verlangen. Derartige Einreiseerfordernisse würden vom Auswärtigen Amt in den landesspezifischen Reise- und Sicherheitshinweisen publiziert.
Alltägliche Hygienemaßnahmen können dazu beitragen, sich vor einer Infektion zu schützen:
- regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife,
- Händegeben zur Begrüßung vermeiden,
- häufiges Lüften der Räume,
- engen Kontakt mit Kranken meiden,
- Menschenansammlungen meiden,
- "hygienisch" in den Ärmel husten, um seine Hände nicht zu kontaminieren,
- sogenannte "Hygienemasken" senken die Menge an möglichen Krankheitserregern, die ihr Träger in die Umgebung ausatmet. Sie können zum Schutz der Mitmenschen ergänzend zu den Basis-Hygienemaßnahmen eingesetzt werden.
Zur „Neuen Grippe“ beachten Sie bitte auch die gemeinsame Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit, des Robert Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Paul-Ehrlich-Instituts unter www.neuegrippe.bund.de
Allgemeine Hinweise zu Hygienemaßnahmen sind unter www.wir-gegen-viren.de abrufbar.
Das Bundesministerium für Gesundheit hat für Fragen zur „Neuen Grippe“ ein Infotelefon unter der Rufnummer 030/346 465 100 eingerichtet. Auskünfte werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erteilt. Bitte beachten Sie, dass diese Hotline ausschließlich für Fragen medizinischer Art zur Verfügung steht. Reise- und Sicherheitshinweise für einzelne Länder können hierüber nicht erfragt werden, nutzen Sie hierfür bitte die Informationen des Auswärtigen Amts.
Weitere Informationen zur „Neuen Grippe“ in englischer Sprache finden Sie auf folgenden Internetseiten:
- European Center of Prevention an Disease Control (ECDC)
http://ecdc.europa.eu - Weltgesundheitsorganisation (WHO)
http://www.who.int/ - Center of Disease Control and Prevention CDC
http://www.cdc.gov