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Landesflagge Usbekistan

Stand: Oktober 2009

Ländername: Republik Usbekistan - Özbekistan Respublikasy (seit 01.09.1991), 1924 - 31.08.1991: Usbekische SSR

Besonderheit: Den Nordwestteil Usbekistans bildet die Republik Karakalpakstan, die mit circa 1,2 Millionen Einwohnern (je ein Drittel Karakalpaken, Usbeken und Kasachen) seit 1936 Teil des usbekischen Staatsverbandes ist.

Klima: Kontinentalklima: heiße, trockene Sommer und kalte Winter. Regen von November bis April/Mai.

Landesfläche: 447.000 qkm

Lage Hauptstadt Taschkent: auf circa 70 Grad östlicher Länge und 40 Grad nördlicher Breite

Hauptstadt: Taschkent; 2,4 Millionen Einwohner

Bevölkerung: circa 27,7 Millionen Einwohner, etwa 100 Ethnien, davon circa 75% Usbeken, 5% Russen, 5% Tadschiken, 4% Tataren, 3% Kasachen sowie Karakalpaken, Kirgisen, Turkmenen, Koreaner, Ukrainer, Armenier, ca. 5.000 Angehörige der deutschen Minderheit. Bevölkerungswachstumsrate 1,4%

Landessprachen: Usbekisch; Russisch

Religion: Überwiegend islamisch-sunnitisch

Nationaltag: 1. September - Tag der Unabhängigkeit (Mustaqillik)

Unabhängigkeit: Seit 31.08.1991

Staatsform: Republik, Präsidialdemokratie mit Zweikammer-Parlament (seit den Parlamentswahlen im Dezember 2004)

Staatsoberhaupt: Präsident Islam Abduganiewitsch Karimow, gleichzeitig Inhaber der vollziehenden Gewalt
Seit 24.03.1990 Präsident der Republik (86% der Stimmen), bestätigt durch Referendum vom 26.03.1995 bis zum Jahre 2000, wieder gewählt mit 91,9% der Stimmen am 09.01.2000, Amtszeit verlängert bis 2007 durch Referendum vom Januar 2002. Wiederwahl am 23.12.2007 mit 88% der Stimmen für weitere 7 Jahre.

Premierminister: Schawkat Miramanowitsch Mirsijaew

Außenminister: Wladimir Imamowitsch Norow

Parlamentspräsidentin: Dilorom Taschmuchamedowa (Sprecherin der gesetzgebenden Kammer)

Parlament: Olij Maschlis (Oberste Versammlung), Zweikammer-Parlament; Gesetzgebende Kammer: Zur Zeit noch 120 Sitze - im Zuge der Parlamentswahlen im Dezember 2009 wird ein Kontingent von 15 Sitzen für die „Ökologische Bewegung Usbekistan“ reserviert und die Gesamtzahl der Sitze erhöht sich auf 150; Senat: 100 Sitze (davon 84 aus den Provinzen sowie der Republik Karakalpakstan und der Stadt Taschkent gewählt; 16 vom Staatspräsidenten ernannt)

Parteien: In der Gesetzgebenden Kammer wie folgt vertreten (sämtlich regierungstreu, zum Teil auf Initiative des Staatspräsidenten gegründet);
Liberal-Demokratische Partei Usbekistans, seit Dezember 2003, 41 Parlamentssitze; Demokratische Volkspartei Usbekistans (Narodno-Demokratitscheskaja Partia Usbekistana), seit September 1991 (Nachfolgepartei der Kommunistischen Partei Usbekistans), 28 Parlamentssitze; Fidokorlar („Selbstaufopferer“), gegründet im Januar 1999 mit national-liberaler Zielsetzung, im April 2000 fusioniert mit Watan Tarakijoti („Fortschritt für die Heimat“), 18 Parlamentssitze; Partei der Nationalen Wiedergeburt („Milliy Tiklanisch“), gegründet 03.06.1995, Ziel: Wiederbelebung der usbekischen Kultur, 11 Parlamentssitze; Adolat („Gerechtigkeit“), gegründet 18.02.1995, aus Hokimiatsgruppierung hervorgegangen, „sozialdemokratisch“ orientiert, 8 Parlamentssitze; Zudem gibt es 24 Parlamentarier unabhängiger Wählerinitiativen.

Opposition: Außerparlamentarische, nicht zugelassene Parteien bzw. politische Gruppierungen: Birlik ("Einheit"), gegründet im November 1988, national-usbekisch; Erk ("Freiheit"), unter Führung des Schriftstellers Muhammad Salikh, der 1990 bei Präsidentschaftswahl 12,3% der Stimmen erhielt. Lebt seit 1993 im Exil. Ozod Dekhkanlar („Freie Bauern“); vertritt die Interessen der Landbevölkerung, „Sonnenschein-Koalition“: Gründung im April 2005 durch Geschäftsmann Sanjar Umarow; kooperiert mit der Ozod Dekhkanlar und stützt sich auf deren Infrastruktur; vertritt wirtschaftliche und agrarische Interessen. Hisb-ut Tahrir, Partei der islamischen Befreiung, radikal-islamisch

Gewerkschaften: Einheitsgewerkschaft "Profsojusy"

Verwaltungsstruktur des Landes: Das Staatsgebiet ist aufgeteilt in die 12 Provinzen (=Oblaste) Andischan, Buchara, Choresm, Dschizak, Fergana, Kaschkadaria, Namangan, Navoi, Samarkand, Syrdarja, Surchandarja, Taschkent und die autonome Republik Karakalpakstan. Die Provinzen gliedern sich wiederum in Bezirke (=Rayone).

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Mitglied der Vereinten Nationen und der meisten Sonderorganisationen der Vereinten Nationen; OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), IWF (Internationaler Währungsfonds), WB (Weltbank),  EBRD (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung), ADB (Asiatische Entwicklungsbank), IsDB(Islamische Entwicklungsbank), NATO-Partnerland (Partnerschaft für den Frieden und Euro-Atlantischer Partnerschaftsrat), Beobachterstatus bei der Islamischen Konferenz, GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten). Daneben Mitglied in Regionalorganisationen SOZ (Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit), OVKS (Organisation des Vertrags über Kollektive Sicherheit), ECO (Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit), CACO (Zentralasiatische Organisation für Zusammenarbeit), bei EurAsEC (Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft) Mitgliedschaft zur Zeit suspendiert.

Wichtigste Medien: Staatlicher usbekischer Rundfunk und staatliches usbekisches Fernsehen (teilweise russischsprachige Sendungen)
Wichtigste Zeitungen (ausschließlich Regierungspresse): Prawda Wostoka ("Wahrheit des Ostens"), Auflage 8.000, russisch; Halk Suzi ("Volkswort"), Auflage 23.000, usbekisch, 8.000 russisch; Taschkentskaja Prawda, Auflage circa 4.000, russisch.

Währung: Währung seit 01.11.1994: SUM (UZS); Kurs 1 USD = ca. 1499,0 UZS (Stand: 29.09.2009 )

Bruttoinlandsprodukt: 1. Hj. 2009: 12,76 Mrd. USD

Pro-Kopf-BIP: 2008: ca. 969 EUR

Zusatzinformationen:

Die EU und Zentralasien

Zentralasien gewinnt zunehmend strategische Bedeutung wegen seiner Energieressourcen, der Nähe zu Afghanistan und im Zusammenhang mit interkontinentalen Transportverbindungen.

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