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Landesflagge Montenegro

Mit der Unabhängigkeit am 3. Juni 2006 wurde die gemeinsame Staatenunion mit Serbien als Nachfolger der Bundesrepublik Jugoslawien beendet. Fortsetzerstaat der Staatenunion ist die Republik Serbien. Inzwischen ist Montenegro völkerrechtlich weltweit anerkannt und wurde in zahlreiche internationale Organisationen aufgenommen. Als nächste Schritte strebt Montenegro eine Aufnahme in die WTO, die NATO und mittelfristig in die EU an.

Stand: März 2009

Ländername: Montenegro (MNE), Crna Gora (CG)

Klima: An der adriatischen Küste mediterran, im Landesinneren gemäßigt kontinental, in den Bergen lange Winter mit viel Schnee.

Lage: Balkanischer Staat an der Adria; Nachbarn: Serbien, Albanien, Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, von Italien durch die Adria getrennt

Landesfläche: 13.812 qkm 

Hauptstadt: Podgorica, 140.000 (Stadt) bzw. 170.000 Einwohner (Gemeinde); Amtssitz des Präsidenten ist Cetinje (15.000 Einwohner, Stadt)

Bevölkerung: Volkszählung 2003: 620.000.Davon Flüchtlinge und Binnenvertriebene (Stand April 2007): Aus Kroatien und aus Bosnien-Herzegowina: 6.926 (überwiegend Serben), aus dem Kosovo 16.137 (meist Roma, Serben).
Ethnische Zusammensetzung: 43% Montenegriner, 32% Serben, 13% Bosniaken bzw. "ethnische Muslime", 7 % Albaner, 1 % Kroaten, ca. 3% Roma.
Bevölkerungswachstum: ca. 0,4% (um Migrationssaldo bereinigt).

Landessprache: Serbisch/Montenegrinisch (geschrieben sowohl in lateinischer als auch in kyrillischer Schrift. Albanisch ist im überwiegenden Siedlungsgebiet dieser Bevölkerungsgruppe (Städte Ulcinj und Tuzi) offizielle Unterrichtssprache in den Schulen. Schüler können dort zwischen Serbisch/Montenegrinisch und Albanisch wählen.

Religionen: ca. 75% serbisch-orthodox, 3,5% römisch-katholisch, 15% muslimisch, Rest ohne Angaben (meist konfessionslos).

Nationalfeiertag: 13. Juli (Anerkennung der Unabhängigkeit des Landes auf dem Berliner Kongress 1878 und Aufstand gegen die italienische, später deutsche Besatzung 1941)

Staats- und Regierungsform: Republik

Staatsoberhaupt: Präsident Filip Vujanović (DPS), Amtsantritt 22.05.2003

Regierungschef: Ministerpräsident Milo Djukanovic, Amtsantritt Januar 2008

Außenminister: Milan Roćen (DPS), Amtsantritt: 10.11.2006

Parlament: 80 Abgeordnete, letzte Wahl: 10.09.2006

Regierung und Opposition: Regierung: Bündnis aus DPS (Demokratische Partei der Sozialisten), SDP (Sozialdemokratische Partei) und DUA (Demokratische Union der Albaner), verfügt über 41 von 80 Abgeordnetensitzen.

Opposition: Fraktionsgemeinschaft „Serbische Liste“(Vorsitz: Andrija Mandić) besitzt 12 Parlamentssitze, Listenverbindung aus SNP (Sozialistische Volkspartei, Vorsitz: Srdjan Milić)), NS (Volkspartei) und DSS (Demokratische Partei Serbiens) verfügt über 11 Parlamentssitze; Movement for Changes (Vorsitz: Nebojša Medojević) über 11 Sitze; Bosniakische Partei über 2 Sitze, Kroatische Bürgerinitiative, Demokratischer Bund der Montenegriner und Albanische Alternative über jeweils 1 Sitz.

Gewerkschaften: Überwiegend betriebsbezogene Gewerkschaften

Verwaltungsstruktur: Montenegro hat 21 Gemeinden.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen u. a.: Montenegro hat inzwischen überall erfolgreich die Neuaufnahme beantragt, darunter in die Vereinten Nationen und ihre Sonderorganisationen, die OSZE und der Europarat.

Wichtigste Medien: Fernsehen: RTCG 1, RTCG 2 (beide staatlich)
IN, ntv-Antenna, ATLAS, PINK, ELMAG (alle privat)
Radio: RTCG (staatlich) und zahlreiche Privatsender und lokale Sender
Tageszeitungen (alle in Podgorica ansässig):
VIJESTI: regierungskritisch, mit Beteiligung der deutschen WAZ
POBJEDA, REPUBLIKA: regierungsfreundliche Tageszeitungen
DAN : proserbische, regierungskritische Tageszeitung
Wochenmagazin: MONITOR, regierungskritisch

Bruttoinlandsprodukt (BIP): 2,5 Mrd (2007)

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Zusatzinformationen:

Stabilitätspakt für Südosteuropa

Informationen zum Stabilitätspakt für Südosteuropa und seine Nachfolgeorganisation, den Regionalen Kooperationsrat.

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