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Landesflagge Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik

VN-Mitgliedschaft unter der Bezeichnung "ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien". Der Staatsname ist zwischen der griechischen und der mazedonischen Regierung umstritten. Es laufen zurzeit Vermittlungsbemühungen unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen.

Stand: August 2009

Ländername: Ländername laut Verfassung: Republik Mazedonien (Republika Makedonija); VN-Mitgliedschaft unter der Bezeichnung "ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien"; Deutschland verwendet im offiziellen Rahmen den bei den Vereinten Nationen üblichen Namen

Klima: Kontinental, im Sommer sehr heiß, im Winter sehr kalt und feucht

Lage: Im südlichen Zentralbalkan; Grenzen im Norden zu Serbien, im Nordwesten zu Kosovo, im Osten zu Bulgarien, im Süden zu Griechenland, im Westen zu Albanien

Landesfläche: 25.713 qkm

Hauptstadt (Einwohnerzahl): Skopje (ca. 580.000 Einwohner)

Bevölkerung: Volkszählung 2002: 2,02 Mio. Einwohner, davon ethn. Mazedonier 64.2%, Albaner 25,2%, Türken 3,9%, Roma 2,6%, Serben 1,8%, Bosniaken 0,8%, Vlachen 0,5%, andere 1,0%

Landessprachen: Mazedonisch; Albanisch; Türkisch; Romani; Serbisch; Vlachisch

Religionen, Kirchen: Mazedonisch-Orthodoxe Kirche (ca. 70% der Bevölkerung, Autokephalie seit 1967, von anderen orthodoxen Kirchen bisher nicht anerkannt); Islamische Gemeinschaft (ca. 25%); Katholische Kirche (0,5%); Methodistische Gemeinde, Jüdische Gemeinde

Nationalfeiertag: 8. September (Unabhängigkeitstag), außerdem Gedenktag 2. August (Ilinden-Aufstand gegen das Osmanische Reich 1903)

Unabhängigkeit: 08.09.1991 (Unabhängigkeits-Referendum)

Staatsform/Regierungsform: Republik/Parlamentarische Demokratie (Verfassung vom 17. November 1991; geändert aufgrund EG-Badinter-Kommission am 6. Januar 1992 und gemäß Ohrid-Rahmenabkommen am 16.11.2001)

Staatsoberhaupt: Staatspräsident Gjorge Ivanov (seit 12.05.2009), nächste Wahl Mai 2014

Regierungschef: Ministerpräsident Nikola Gruevski, VMRO-DPMNE (seit 26.08.2006, wiedergewählt 26.07.2008)

Außenminister: Antonio Milošoski, VMRO-DPMNE (seit 26.08.2006, wiedergewählt 26.07.2008)

Parlament: Versammlung der Republik Mazedonien. Einkammersystem. 120 Abgeordnete. Präsident: Trajko Veljanovski (VMRO-DPMNE); letzte Wahl 01.06.2008 (vorgezogene Neuwahlen), nächste Wahl 2012

Regierungsparteien: Wahlbündnis „Für ein besseres Mazedonien“ (unter der Führung der VMRO-DPMNE, dt.: Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation – Demokratische Partei der Mazedonischen Einheit): 63 Sitze; DUI (Demokratische Union für Integration; albanisch geprägte Partei ): 18 Sitze; PEI, dt.: Partei für Europäische Zukunft: 1 Sitz;

Opposition: Wahlbündnis "Sonne" (unter Führung der SDSM, dt.: Sozialdemokratische Union Mazedoniens): 27 Sitze; DPA (dt.: Demokratische Partei der Albaner; :  5 Sitze; ND (dt.: Neue Demokratie): 5 Sitze; Unabhängige: 1 Sitz

Gewerkschaften: Dachverband SSM (Sojus na Sindikatite na Makedonija), (15 Branchengewerkschaften); Verband der unabhängigen und autonomen Gewerkschaften (UNASM)

Verwaltungsstruktur des Landes: Zentralstaat mit 85 Gemeinden (Gesetz zur territorialen Neuordnung und Gesetz über die Stadt Skopje vom 11.08.2004); 24.01.2002: Gesetz über Lokale Selbstverwaltung

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: VN (seit 8. April 1993), IWF (seit 21.04.93, rückwirkend ab Dez. 1992), Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, Weltbank (IDA – Internationale Entwicklungsassoziation, IFC – Internationale Finanz-Corporation und IBRD – Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung), WHO (Weltgesundheitsorganisation, seit 3.5.1993), ITU (internationale Fernmeldeunion, seit 4.5.1993), IRU (International Road TransportUnion, seit April 1993), ILO (Internationale Arbeitsorganisation, seit 28.5.1993), UNESCO (Organisation der VN für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, seit 28.6.1993), European Broadcasting Union, UPU (Weltpostverein, seit 12.7.1993), IAEO (internationale Atomenergiebehörde, seit 27.9.1993), UNICEF (VN-Kinderhilfswerk, seit 9/1993), Interpol (4.10.1993), FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, UNCTAD (VN-Handels- und Entwicklungskonferenz), UNDP (VN-Entwicklungsprogramm), UNIDO (VN-Organisation für industrielle Entwicklung), IFAD (Internat. Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung), IMO (Internat. Seeschifffahrts-Organisation), IPU (Interparlamentarische Union), ICAO (internat. Zivilluftfahrt-Organisation), WMO (Weltorganisation für Meteorologie), WIPO (Weltorganisation für geistiges Eigentum), IOC (internat. Olympisches Komitee, Interparlamentarische Union, Europarat (19.10.95); WTO (Welthandelsorganisation, März 2003), SAA-Abkommen mit EU seit 01.04.2004 in Kraft. Im August 2006 Beitritt zum Zentraleuropäischen Freihandelsabkommen (CEFTA), seit 01.01.2007 in Kraft.

Wichtigste Medien: Tageszeitungen: Dnevnik (WAZ-Gruppe, Auflage ca.30.000), Vest (WAZ-Gruppe, Auflage ca. 30.000), Utrinski Vesnik (WAZ-Gruppe, Auflage ca. 8.000), Vreme (Auflage ca. 10.000), Večer (Auflage ca. 3.000), Koha (albanisch, Auflage ca. 18.000), Lajm (albanisch, Auflage ca. 4.000), Nova Makedonia (Auflage ca. 3.000), Spic (Gratiszeitung, angebl. Ca. 100.000)
Wochenzeitschriften: Forum (Auflage ca. 2.500), Globus (WAZ-Gruppe, Auflage ca. 3.000), Makedonsko Sonce (Auflage ca. 7.000), Fokus (Auflage ca. 6000 ), Kapital (Auflage ca. 5000); Internetzeitungen Lobi (Albanisch, Mazedonisch, Englisch), Netpress u.a.; Nachrichtenagenturen MIA und Makfax
TV/Radio: staatl. MTV (Makedonska Televisija) und staatl. MR (Makedonsko Radio), Zweiter Kanal sendet auf Albanisch, Türkisch, Romani, Vlachisch, Serbisch;
landesweit lizensierte TV (A1, A2, Sitel, Kanal 5, Telma, Alsat M) und 3 landesweite private Radiosender (Kanal 77, Antena 5, Metropolis Radio), 10 regionale TV-Sender und 16 regionale Radiosender in Skopje; 36 lokale TV- und 41 lokale Radiosender

Bruttoinlandsprodukt (BIP): 2008: 6660,3 Mio. Euro

BIP pro Kopf: 2008: 4 3.249,5 Euro

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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