Litauen
Stand: Oktober 2009
Ländername: Republik Litauen – lit.: Lietuvos Respublika
Klima: gemäßigt kontinental
Lage: Östlicher Ostseeanrainer
Nachbarländer: Lettland, Belarus, Polen, Russland (Kaliningrader Gebiet)
Landesfläche: 65.000 qkm, größter der drei baltischen Staaten
Hauptstadt: Wilna – lit.: Vilnius (Einwohnerzahl: ca. 553.000)
Bevölkerung: 3,38 Mio. Einwohner (83,5% Litauer, 6,7% Polen, 6,3% Russen, 1,2% Weißrussen, 0,7% Ukrainer, 0,09% Deutsche und andere Nationalitäten)
Landessprache: Litauisch
Religionen: weit überwiegend katholisch, daneben protestantisch, russisch-orthodox, jüdisch
Nationalfeiertage: 16. Februar: Wiederherstellung der Souveränität (1918), 11. März: Tag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit (1990); 6. Juli: Staatsgründung (1253, Königskrönung von Fürst Mindaugas)
Unabhängigkeit: 16.02.1918 Wiederherstellung der Souveränität, 11.03.1990 Wiederherstellung der Unabhängigkeit
Staats- / Regierungsform: parlamentarische Demokratie, besondere Kompetenzen des Staatspräsidenten bei Regierungsbildungen und in der Außenpolitik
Staatsoberhaupt: Präsidentin Dalia Grybauskaitė (seit 12. Juli 2009)
Vertreter: Parlamentspräsident
Regierungschef: Ministerpräsident Andrius Kubilius (seit 28.11.2008), Vaterlandsunion-Litauische Christdemokraten
Außenminister: Vygaudas Ušackas (seit 09.12.2008), parteilos, aufgestellt von der Partei Vaterlandsunion-Litauische Christdemokraten
Parlament: "Seimas", Einkammerparlament, 141 Abgeordnete, von denen 71 nach Mehrheits-, 70 nach Verhältniswahlrecht gewählt werden. Nach Wahlen am 12. und 26. (Stichwahl) Oktober 2008 konstituierte sich der neue Seimas am 17.11.2008. Seimasvorsitzender wurde im zweiten Wahlgang Arunas Valinskas, Vorsitzender der im Mai 2008 gegründeten Volksauferstehungspartei. Dieserwurde am 14. September 2009 seines Amtes enthoben. Zur Nachfolgerin wurde am 17. September 2009 die bisherige Erste Stellvertreterin Irena Degutiene (Vaterlandsunion) gewählt.
Parteien mit Fraktionsstatus: (Konservative) Vaterlandsunion-Litauische Christdemokraten: 46 Sitze; Sozialdemokraten: 25 Sitze; Volksauferstehungspartei: 7 Sitze; Partei Ordnung und Gerechtigkeit (Partei des früheren, seines Amtes enthobenen Präsidenten Paksas): 17 Sitze; Liberale Bewegung: 11 Sitze; Arbeitspartei: 10 Sitze; Union der Liberalen und des Zentrums: 8 Sitze; Fraktion Ein Litauen (Abspaltung von der Volksauferstehungspartei): 11 Sitze. Hinzu kommen 4 Mitglieder der sog. gemischten Gruppe, von denen 3 Abgeordnete der Bauern-Volkspartei sowie 1 Abgeordneter der Sozialliberalen Partei angehören. Zwei Sitze sind zurzeit nicht besetzt.
Regierungsparteien: (72 Sitze) Vaterlandsunion-Litauische Christdemokraten, Volksauferstehungspartei, Union der Liberalen und des Zentrums, Liberale Bewegung
Oppositionsparteien: (67 Sitze) Sozialdemokraten, Arbeitspartei, Partei „Ordnung und Gerechtigkeit“,
Verwaltungsstruktur: 10 Regierungsbezirke
Gewerkschaften: mehrere kleinere und größere Verbände (Strukturen weiterhin im Aufbau); 13 % aller Beschäftigten (Stand 2005) gewerkschaftlich organisiert
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: VN: seit 17.09.1991; Europarat: 11.05.1993; NATO: 29.03.2004; EU: 01.05.2004 (volle Anwendbarkeit des Schengen-Acquis seit dem 31.03.2008)
Wichtigste Medien: Rundfunk: Litauisches Radio (öffentlich-rechtlich), M 1 und M 1 plus (privat), Radio „Laisvoji banga“ (privat), Radio Centras (privat); Fernsehen: LTV (öffentlich-rechtlich), TV 3 (privat), BTV (privat), LNK (privat)
Tageszeitungen: Überregional: Lietuvos Rytas, Vilniaus diena, Kauno diena, Lietuvos žinios, Respublika (litauisch und russisch), Echo Litvy (nur russisch), Kurier Wilenski (nur polnisch); Wirtschaftstageszeitung: Verslo Zinios; Wochenzeitschrift: Veidas (Format ähnlich dem des „Spiegel“)
Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt 2008: 9.609 Euro (2007: 8.294 Euro)
Wechselkurs: 1 Euro = 3,4528 Litas; 1 Litas = 0,2896 Euro (Festkursparität)
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.