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Landesflagge Bolivien

Stand: Oktober 2009

Ländername: Plurinationaler Staat Bolivien - Estado Plurinacional de Bolivia
(aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf dieser Webseite die Bezeichnung "Bolivien" verwendet)

Klima: von Hochgebirgsklima (Anden) über subtropisches Klima (Yungas) bis tropisches Tieflandklima (Beni) und Trockenzone (Chaco)

Lage: zwischen 10 Grad und 23 Grad südlicher Breite sowie 68 Grad und 58 Grad westlicher Länge; Binnenland (Nachbarn: Brasilien, Paraguay, Argentinien, Chile, Peru)

Fläche: 1.098.581 qkm

Hauptstadt: Sucre (ca. 250.000 Einwohner)

Regierungssitz: La Paz (ca. 900.000 Einwohner)

Bevölkerung: 10,03 Mio.(Schätzung 2008): 55% Indigene, 45% Mestizen und Weiße (Criollos);
Wachstumsrate: 2,4% pro Jahr

Landessprache: Spanisch, Quechua (21,8%), Aymara (14,9%), andere indigene Sprachen

Religionen: überwiegend römisch-katholisch (78%), ca. 10% evangelikale Sekten

Nationalfeiertag: 6. August

Unabhängigkeit: 06.08.1825

Regierungsform: Präsidialsystem mit Zweikammerparlament

Staatspräsident und Regierungschef: Evo Morales Ayma (seit 22.01.2006)

Vizepräsident: Alvaro García Linera (seit 22.01.2006)

Außenminister: David Choquehuanca (seit 23.01.2006)

Parlament: Zweikammersystem: Kongress (Congreso Nacional), bestehend aus Senat (Honorable Senado Nacional, 27 Mitglieder) und Abgeordnetenhaus (Honorable Cámara de Diputados, 130 Mitglieder). Der Vizepräsident ist ex-officio auch Präsident des Kongresses. Nach den Wahlen vom Dezember 2009 wird der Kongress in Plurinationale Legislative Versammlung unbenannt werden, und der Senat wird 36 Mitglieder haben. In der Abgeordnetenkammer wird es reservierte Sitze für Vertreter der indigenen Völker geben.

Parteien (in Klammern Wahlergebnis von Dezember 2005): Movimiento al Socialismo (MAS; 54%), Poder Democrático Social (PODEMOS; konservativ; 29%), Unidad Nacional (UN; wirtschaftsfreundlich-liberal; 8%), Movimiento Nacionalista Revolucionario (MNR; Mitte links; 6%)

Gewerkschaften: Dachorganisation: Central Obrera Boliviana (COB);
wichtige Einzelgewerkschaften: Lehrer und Bauern, Fabrikarbeiter, Transportarbeiter, Bergarbeiter, Kokaanbauer

Verwaltungsstruktur: Neun Departments, geleitet von - im Dezember 2005 erstmals direkt gewählten - Präfekten. 311 Gemeinden mit gewählten Bürgermeistern und Gemeinderäten. Die neue Verfassung sieht für die Departamentos Autonomiestatus vor.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen und Sonderorganisationen (außer IMO - International Maritime Organization), Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR), Bolivarische Alternative der Völker unseres Amerikas (ALBA), ALADI (Asociación Latinoamericana de Integración), SELA (Lateinamerikanisches Wirtschaftssystem), Andengemeinschaft (CAN), La Plata-Gruppe, Amazonaspakt, Rio-Gruppe; mit Mercosur assoziiert (Freihandelszone); Blockfreien-Bewegung

Wichtigste Medien:
Tageszeitungen:
La Paz: "La Razón", "El Diario","La Prensa"
Cochabamba: "Los Tiempos", "Opinión"
Santa Cruz: "El Deber", "El Nuevo Día", "El Mundo"

Fernsehen:
ein staatlicher Fernsehsender, Universitätsfernsehen in La Paz, Cochabamba, Sucre, Santa Cruz, ca. 299 Privatfernsehsender in La Paz, Santa Cruz, Cochabamba
Radio:
ein staatlicher und ca. 675 private Rundfunksender

Bruttoinlandsprodukt: 17,24 Mrd. USD (2008) - in aktuellen Preisen

BIP pro Kopf: 1.719 USD (2008)

Wirtschaftswachstum:6,15% (2008)

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Zusatzinformationen:

Entwicklungszusammenarbeit

Bolivien ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf mittel- und langfristige strukturelle Reformen und ist armutsorientiert angelegt. Schwerpunkte sind die Reform von Verwaltung und Justiz sowie die Stärkung der Zivilgesellschaft, dazu Sicherstellung der Wasserversorgung, verbessertes Abwassermanagement und die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft. Näheres dazu beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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