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Was ist ein biometrischer Pass? Was ist ein ePass?

Biometrie wird allgemein als Lehre von der Anwendung mathematisch-statistischer Methoden auf die Mess- und Zahlenverhältnisse von Lebewesen definiert. Mit diesen Methoden können physische oder verhaltenstypische Merkmale von Lebewesen erfasst und ausgewertet werden. In der für die Ausstellung von Pässen und die Kontrolle an den Grenzstellen maßgeblichen Informationstechnologie bedeutet Biometrie das Erkennen von Benutzern aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaften.

Seit dem 01.11.2005 enthalten die bordeauxroten deutschen Reisepässe in der Deckelinnenseite einen Speicherchip, auf dem bislang neben den Personendaten auch das Passfoto in digitaler Form hinterlegt ist. Erkennbar ist ein solcher "ePass" (elektronischer Pass) an dem kleinen, goldenen ICAO Symbol im unteren Bereich des Passeinbands.

Ab dem 01.11.2007 werden bei der Beantragung eines neuen Passes auch die Fingerabdrücke (i.d.R. Abdrücke beider Zeigefinger) erfasst und auf dem Chip gespeichert. Ab diesem Datum wird daher in keinem Fall mehr eine postalische Passbeantragung möglich sein; ausnahmslos jeder Antragsteller muss zur Abnahme der Fingerabdrücke persönlich in der für ihn zuständigen Passbehörde (am inländischen Wohnort oder bei der für ihn örtlich zuständigen deutschen Auslandsvertretung) vorstellig werden.

Die Abnahme und Speicherung der Fingerabdrücke geschieht durch Auflegen der beiden Zeigefinger auf ein Fingerabdrucklesegerät und dauert nur wenige Sekunden.

Alle Pässe, die vor dem 01.11.2007 ausgestellt wurden und dementsprechend nicht über gespeicherte Fingerabdrücke verfügen, behalten bis zu ihrem Ablaufdatum ihre Gültigkeit.

Die Einführung biometrischer Merkmale in Reisedokumenten beruht auf Absprachen innerhalb der Europäischen Union - nach und nach werden alle Mitgliedsstaaten der EU ihre Pässe mit entsprechenden Speicherchips, auf denen alle Fingerabdrücke und andere biometrische Merkmale gespeichert sein werden, ausstatten.

Mit der chipbasierten Integration biometrischer Merkmale in Pässe ist ein zusätzliches Sicherheitselement eingeführt worden, welches Fälschungen von Reisedokumenten noch schwerer macht als heute und eine notwendige technische Weiterentwicklung der Fälschungssicherheit darstellt. Biometrie in Pässen ermöglicht eine maschinell gestützte Überprüfung der Identität des Reisenden an der Grenze. Die auf dem Chip gespeicherten Daten sollen die Grenzbehörden in die Lage versetzen, zweifellos zu überprüfen, ob die Person, die einen Pass vorzeigt, auch diejenige ist, für die der Pass ursprünglich ausgestellt wurde. Das Reisen mit einem falschen oder fremden Pass wird dadurch deutlich erschwert.

Nähere Informationen erhalten Sie unter

Stand 16.05.2008

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