Burundi
Friedensprozess in Burundi festigen
Mahmoud (UNDP) und Botschafter Weiß bei der Unterschrift
(AA)
Deutschland unterstützt die Wiedereingliederung von ehemaligen Rebellen in Burundi. Das Auswärtige Amt stellt den Vereinten Nationen 600.000 US-Dollar zur Verfügung, um mehr als 11.000 Menschen die Rückkehr in ihre Heimatgemeinden zu ermöglichen.
Der deutsche Botschafter in Burundi, Joseph Weiß, und der Vertreter des United Nations Development Programme (UNDP), Yussef Mahmoud, unterzeichneten in Bujumbura eine entsprechende Vereinbarung. UNDP verwaltet anschließend die Mittel und setzt sie entsprechend ein.
Nach dem Waffenstillstand von 2005 hatte in Burundi ein Prozess der Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration (DDR, englische Abkürzung) begonnen, um ehemalige Kombattanten und Rebellen der FNL wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Der deutsche Beitrag soll die volle Implementierung des Waffenstillstandes sichern und die Rückkehr von ehemaligen Kämpfern sowie sonstigen Angehörigen in ihre Gemeinden ermöglichen.
Demokratie im Land stärken
Ein schneller DDR-Prozess ist ein wesentliches Element der endgültigen Beendigung der politischen Krise in Burundi. Ziel muss sein, alle politischen Kräfte in das politische Spektrum des Landes zu integrieren. So wird auch eine wichtige Voraussetzung für die Abhaltung freier und fairer Wahlen im Jahr 2010 geschaffen.
Die internationale Staatengemeinschaft stellt für diese Maßnahmen insgesamt Mittel in Höhe von rund 2,8 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Die Unterstützung von DDR-Prozessen ist ein wichtiger Bestandteil zur Stabilisierung von Post-Konflikt-Staaten in Afrika.
Stand 26.05.2009