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Landesflagge Sri Lanka
Humanitäre Hilfe für Sri Lanka 

Wasserversorgung und Sanitäranlagen in einem Flüchtlingslager in Batticaloa (2008) Wasserversorgung im Flüchtlingslager (arche noVa e.V.)

Die humanitäre Lage der ca. 220.000 tamilischen Binnenflüchtlinge im Norden Sri Lankas ist prekär. Ihre Situation könnte sich durch die starken Regenfälle während der Monsunzeit noch verschlimmern. Die meisten Flüchtlinge leben weiterhin in militärisch kontrollierten Lagern. Internationale Hilfsorganisationen haben nur beschränkten Zugang. Die Bundesregierung stellte bislang mehr als 7 Millionen Euro humanitäre Hilfe zur Verfügung.

Die von der Regierung Sri Lankas bereits Anfang Juli 2009 angekündigte Rückführung der Binnenflüchtlinge in deren Herkunftsorte erfolgte bisher nur in Ansätzen. Auch Ältere, Kinder und Kranke befinden sich weiterhin in den Lagern. Die Regierung Sri Lankas besteht u.a. darauf, vor Rückführung ein "screening" durchzuführen, um unter den Vertriebenen vermutete ehemalige LTTE-Kämpfer (Liberation Tigers of Tamil Eelam) zu identifizieren.

Humanitäre Hilfe

Das Auswärtige Amt hat 2009 bislang humanitäre Hilfe in Höhe von 3,5 Millionen Euro bereit gestellt, darunter auch ein Minenräum-Projekt. Hinzu kommen 4 Millionen Euro für Nahrungsmittelhilfe des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Weitere 3 Millionen Euro stellte das BMZ für die Unterstützung der Rückkehr der Binnenflüchtlinge in ihre Heimatregionen bereit.

Ein Priester weiht den 2000. Pumpbrunnen der Hilfsorganisation arche noVa. Sri Lanka 2007 Brunnenweihe durch einen Priester (arche noVa e.V.)

Voraussetzung für die Umsetzung dieser Mittel ist, dass deutsche und internationale Hilfsorganisationen ungehinderten Zugang zu den Flüchtlingen erhalten und die internationalen Standards für den Umgang mit Flüchtlingen erfüllt werden.

Auch Europa hilft: Die Europäische Kommission stellte 8 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zur Verfügung. Deutschland ist an den EU-Geldern mit rund 20% beteiligt.

Aus dem Nothilfefonds der Vereinten Nationen CERF wurden 2009 rund 21 Millionen US-Dollar für Nahrungsmittel und Zelte sowie für Hilfsmaßnahmen in den Bereichen Gesundheit, Wasser, Sanitärwesen, Hygiene und Sicherheit bereit gestellt. Deutschland hat 2009 15 Millionen Euro in den CERF eingezahlt.

Stand 26.10.2009

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