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Landesflagge Somalia
Soforthilfe im Osten Afrikas

Versorgung von Frauen und Kindern am Horn von Afrika Frauen und Kinder sind am stärksten betroffen (Johanniter Unfallhilfe)

Mehr als 20 Millionen Menschen im Osten Afrikas sind von Dürre und Huger bedroht. Um ihre Not zu lindern, stellt das Auswärtige Amt 4 Millionen Euro zur Verfügung.

Grund für den Notstand ist, dass die jährlichen Regenfälle in der Region bislang ausblieben. Geringe Ernteertäge und sogar Dürre sind die Folge. Sollten die Regenfälle verspätet eintreten, drohen angesichts ausgetrockneter Felder und Flussbetten heftige Überschwemmungen.

Infolge des Bürgerkriegs in Somalia mussten zudem viele Menschen ihre Heimatorte verlassen und in benachbarte Regionen oder Länder fliehen. Hier sind sie oft ohne jede Versorgung.

Besonders betroffen sind Frauen, Kinder, Kranke und Flüchtlinge. Sie leiden unter Unterernährung. Durch den fehlenden Zugang zu sauberem Trinkwasser breiten sich Infektionskrankheiten aus.

Somalische Frau füttert Kind Nothilfe zur Bekämpfung von Hunger (Johanniter Unfallhilfe)

Humanitäre Krise überregionalen Ausmaßes

Zusätzlich zu den ungelösten politischen Konflikten droht in der Region ("Horn von Afrika") damit eine humanitäre Krise überregionalen Ausmaßes. Dies birgt zusätzliche Sicherheitsrisiken innerhalb und auch zwischen den betroffenen Staaten.

Vor diesem Hintergrund stellt das Auswärtige Amt ein zusätzliches Soforthilfepaket in Höhe von über 4 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesen Mitteln werden Hilfsmaßnahmen des Welternährungsprogramms, des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen sowie deutscher Nicht-Regierungsorganisationen ermöglicht. Unter anderem sind geplant:

  • Äthiopien: Milderung der unmittelbaren Folgen von Dürre und Hunger. Hilfe bei der Versorgung mit Wasser.
  • Kenia: Mehrere Projekte zur Eindämmung der Krankheiten, die dem Hunger folgen. Unterstützung des Welternährungsprogramms bei der Verteilung von Nahrungsmitteln und seiner Arbeit in der ganzen Region.
  • Somalia: Trinkwasser- und medizinische Notversorgung besonders betroffener Bevölkerungsgruppen.

Das Auswärtige Amt stellte 2009 bereits 6,2 Millionen Euro für die Region zur Verfügung. Davon flossen 1,5 Millionen Euro nach Kenia, 4,7 Millionen Euro kamen Somalia zugute. 

Mehr zur Humanitären Hilfe allgemein erfahren Sie hier:

Stand 19.10.2009

Zusatzinformationen:

Arbeitsstab und Koordinierungsausschuss

Der Arbeitsstab Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amts finanziert und betreut humanitäre Hilfsprojekte und humanitäre Minenräumprojekte deutscher Nichtregierungsorganisationen. Staatliche und nichtstaatliche Akteure wirken im "Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe" zusammen, um effiziente Hilfe zu gewährleisten.

Tipps für Hilfsorganisationen

Beantragung von Zuwendungen für humanitäre Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung.



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