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Landesflagge Namibia
Soforthilfe für Überschwemmungsopfer in Namibia

Überscdhwemmungen in der Namib-Wüste Überscdhwemmungen in der Namib-Wüste (picture-alliance/Helga Lade Fotoagentur GmbH)

Das Auswärtige Amt stellt 250.000 Euro für Soforthilfemaßnahmen zu Gunsten der Überschwemmungsopfer in Namibia zur Verfügung. Die Hilfsorganisation humedica e.V. versorgt damit die Überschwemmungsopfer im nordöstlichen Caprivi-Streifen mit Moskitonetzen, Wasserkanistern, Wolldecken, Wasserdesinfektionstabletten sowie Nahrungsmitteln.

Namibia als Grenzland des Sambesi-Stroms hat mit den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten zu kämpfen. In der Nord-Zentral wie Nord-Ost-Region stehen nach sintflutartigen Regenfällen ganze Landesteile unter Wasser. Die im Cuvelai-Becken gelegenen Regionen Oshana, Oshikoto, Changwena und Omusati sind stark betroffen. Besonders hart hat es auch die Regionen Kavango und Caprivi getroffen, wo die Flüsse Chobe, Sambesi und Kavango die höchsten Wasserstände seit 1963 erreichten. 

Die namibische Regierung, die bereits erste eigene Maßnahmen zur Flutnothilfe ergriffen und verschiedene Auffang- und Umsiedlungscamps errichtet hat, hat für diese Regionen den Notstand ausgerufen und einen Hilfsappell an die internationale Gemeinschaft gerichtet.

Menschen flüchten vor den Überflutungen in Camps Menschen flüchten vor den Überflutungen in Camps (THW / Meier)

Über 90 Menschen haben nach Medien- und ersten VN-Berichten ihr Leben verloren, über 13.000 Menschen mußten vor den Wassermassen fliehen, rund 9.200 Menschen wurden vorübergehend in Auffanglagern untergebracht. In den ländlichen Gebieten können die Menschen zum Teil nur per Boot oder Helikopter erreicht werden. Problematisch ist für die Menschen vor allem der Zugang zu sauberem Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Choleraepidemien und verstärkte Malariaausbreitung könnten schon bald eine zusätzliche Gefahr für die Menschen darstellen.

Die Hälfte aller Brücken und Straßen sind in den betroffenen Regionen beschädigt, zahlreiche Felder stehen unter Wasser, mehr als 200 Schulen wurden geschlossen. 

Insgesamt sollen bis zu 350.000 Menschen von den Flutauswirkungen betroffen sein.

THW und andere Experten im Einsatz vor Ort THW und andere Experten im Einsatz vor Ort (THW / Meier)

Deutschland hat sehr schnell auf die krisenhafte Entwicklung reagiert und erste Helfer noch vor dem VN Hilfsaufruf nach Namibia entsandt.

Inzwischen sind erste EU-MIC sowie ein UNDAC-Teams nach Namibia gereist, um die Regierung bei der Bedarfsermittelung und Koordinierung zur Flutnothilfe zu unterstützen.

Das Auswärtige Amt verfolgt die Entwicklung in den Flutregionen des südlichen Afrika, wie auch Angola und Sambia, weiterhin aufmerksam. 

Weitere Informationen zu Namibia auf diplo.de:

Stand 30.03.2009

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