Myanmar - Deutsche Hilfe kommt an
THW-Mitarbeiter bildet örtliche Kräfte aus (AA/Scheibe)
Deutschland lässt die Opfer der Katastrophe in Myanmar nicht allein. Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung wurden ins Land gebracht. Weitere Hilfe, darunter Hygienekits und Notunterkünfte, ist auf dem Weg zur bedürftigen Bevölkerung. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier forderte erneut ungehinderten Zugang der internationalen Helfer zu den Katastrophengebieten.
Am 15. und 16. Mai erreichten die ersten beiden deutschen Hilfsflüge Rangun. An Bord waren neben Trinkwasseraufbereitungsanlagen des Technischen Hilfswerks (THW) und des Deutschen Roten Kreuzes auch medizinische Notfallsets und Medikamente.
Mittlerweile sind die Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Betrieb genommen. THW-Experten schulen die vornehmlich örtlichen Mitarbeiter der Malteser International im Gebrauch der Anlagen.
Die Hilfseinsätze werden vom Auswärtigen Amt (AA) mitfinanziert. Das AA stützt sich dabei auf die bereits in Myanmar tätigen deutschen Nichtregierungsorganisationen Malteser International, Johanniter Unfallhilfe und arche noVa.
Trinkwasser ist überlebensnotwendig
Auch weitere deutsche Hilfsorganisationen sind im Katastrophengebiet im Einsatz; dabei kommt insbesondere den lokalen Mitarbeitern eine wichtige Rolle zu.
- Malteser International erhielt finanzielle Unterstützung des Auswärtigen Amts für die Bereitstellung von Notunterkünften.
- Die Deutsche Welthungerhilfe wird mit Mitteln des Auswärtigen Amts sowohl in den Außenbezirken Ranguns als auch im Irrawaddy-Delta Material für Notunterkünfte und Hygieneartikel verteilen.
- Weitere Hilfsprojekte gibt es mit den Hilfsorganiationen Ärzte ohne Grenzen, ADRA, humedica und World Vision.
Neben den deutschen Nichtregierungsorganisationen unterstützt die Bundesregierung auch in großem Umfang die Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen, die in Myanmar entscheidende Hilfe leisten.
Hilfe verdoppelt
Die Bundesregierung hatte am 13. Mai ihre Unterstützung auf vier Millionen Euro verdoppelt (drei Millionen Euro über das Auswärtige Amt, eine Million Euro über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit).
Stand 20.05.2008