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Berliner Seminare

Berlin Seminare zur konventionellen Rüstungskontrolle

Seit Dezember 2006 veranstaltet das Auswärtige Amt Seminare zur konventionellen Rüstungskontrolle in Europa. Die Seminare haben sowohl politische (z.B. „Zukunft des KSE-Regimes“) wie auch eher technische (z.B. „Verbesserte Sensoren zur Verbesserung der Implementierung des Vertrags über den Offenen Himmel“) Ausrichtung. Die Seminare finden in loser Folge ca. viermal jährlich statt.

Die Seminare richten sich an die Rüstungskontrollexperten der Außen- und Verteidigungsministerien sowie aus den entsprechenden Verifikationsorganisationen aller OSZE-Länder. Die Themen werden anlassbezogen gewählt und decken den gesamten konventionellen rüstungskontrollpolitischen Bereich ab: dies umfasst insbesondere

  • den Vertrag für Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE),

  • das Wiener Dokument,

  • den Vertrag über den Offenen Himmel.

Die Vortragenden stammen dabei in der Regel aus angesehenen wissenschaftlichen Instituten weltweit, aus Internationalen Organisationen oder nationalen Regierungsbehörden.

Mit den Seminaren verfolgt das Auswärtige Amt im Wesentlichen drei Ziele:

1. Die Kontakte der Rüstungskontrollexperten der unterschiedlichen Nationen sollen gepflegt und aufrechterhalten werden. Regelmäßiger Austausch soll zur Vertrauensbildung beitragen.

2. Die Rüstungskontrolle – in den Zeiten nach dem Kalten Krieg oft in ihrer Bedeutung unterschätzt – muss weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Seminare zu aktuellen Themen machen deutlich, dass Rüstungskontrolle insgesamt nach wie vor auf der Tagesordnung steht.

3. Mit den Seminaren soll schließlich ein Beitrag zur Weiterentwicklung der Rüstungskontrolle geliefert werden.

Rüstungskontrolle ist eine ressortübergreifende Angelegenheit der Bundesregierung. Die Seminare werden inhaltlich vom Auswärtigen Amt gestaltet. Sie werden vom Bundesministerium für Verteidigung substanziell unterstützt. 

Die Seminare finden in der Regel an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) in Berlin-Pankow statt. Die BAKS versteht sich als die höchstrangige, ressortübergreifende Fortbildungsstätte des Bundes im Bereich der Sicherheitspolitik und ist somit besonders geeignet als Veranstaltungsort für diese Seminarreihe.

In einem einmaligen Projekt wurde ein Seminar in Zagreb (Kroatien) in Zusammenarbeit mit dem Regional Arms Control Verification and Implementation Assistance Centre, kurz: RACVIAC – Centre for Security Cooperation, durchgeführt. Ein lebendiges Beispiel für europaweite Kooperation.

Stand 07.12.2009

Zusatzinformationen:

Aktuell

Robertas Rosinas, Mike Reilly, Emanuele Farruggia, Wolfgang Zellner und Michael Banzhaf (Leiter des Referats für konventionelle Rüstungskontrolle)

„Kollektive Verteidigung und Konventionelle Rüstungskontrolle als entscheidende Elemente der europäischen Sicherheit“.

Vom 25. bis 27. November 2009 fand das nunmehr zehnte Seminar aus der Serie der „Berlin Seminare“ statt.

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