Palästinensische Gebiete
Palästina: Bildung für den Frieden
Freude bei der Schuleinweihung
(GTZ/Rani Daoud)
Deutschland investiert in die Bildung der palästinensischen Jugend. Mit Unterstützung der Rudolf-Walther-Stiftung konnte in Abu Kash eine Jungenschule weiter ausgebaut werden. Das Projekt der Initiative "Zukunft für Palästina" wurde jetzt eingeweiht.
Es ist soweit: Für die 180 Schüler in Abu Kash in der Nähe von Ramallah endet der Schulbesuch ab sofort nicht mehr nach der achten Klasse, sondern geht mit der neunten und zehnten Klasse weiter. Ein Anbau von 480 Quadratmetern bietet Raum für sechs zusätzliche Klassenräume, einen Computerraum und ein Lehrerzimmer.
Die Räume in der neuen zweiten Etage wurden durch das palästinensische Bildungsministerium ausgestattet.
Bei der Einweihung dankte der Nahostbeauftragte des Auswärtigen Amts, Andreas Michaelis, der Stiftung Kinderzukunft (Rudolf-Walther-Stiftung) für ihre großzügige Unterstützung. Diese finanzierte 50 Prozent der Baukosten in Höhe von 121.500 Euro, das Auswärtige Amt übernahm die andere Hälfte. Daneben ermöglichte die Stiftung gemeinsam mit der Bundesregierung auch den Ausbau der Mädchenschule in Talfeet.
Bildungsministerin Alami und Botschafter Michaelis
(GTZ/Rani Daoud)
"Zukunft für Palästina" wirkt
Michaelis betonte in Anwesenheit der palästinensischen Bildungsministerin Lamis Alami, dass die Initiative "Zukunft für Palästina" die Vielzahl anderer deutscher Projekte in Palästina und die klassische Entwicklungszusammenarbeit wirksam ergänzt. Es gehe darum, so Michaelis, mit konkreten, schnell greifenden Projekten den Alltag der Bevölkerung zu verbessern.
Angesichts der schwierigen politischen Situation soll die Initiative insbesondere den jungen Menschen eine bessere Perspektive bieten. Dabei wird auch die Zivilgesellschaft eingebunden - zahlreiche Stiftungen und Unternehmen haben sich bereits im Rahmen von „Zukunft für Palästina“ engagiert. Insgesamt umfasst die Initiative etwa 30 Projekte mit Schwerpunkt in Bildung, Kultur und Gesundheit. Das Auswärtige Amt stellte bisher rund 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.
Stand 14.10.2009