Entwicklungspolitische Zusammenarbeit
Schuleinweihung in Costa Rica
(AA / Botschaft San José)
Die bilaterale entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit verschiedenen Staaten Lateinamerikas und der Karibik ist ein wichtiges Element unserer Beziehungen. Auch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit gilt: Keine andere Region der Welt weist mehr kommunale, kirchliche und private Partnerschaftsinitiativen mit Deutschland auf als Lateinamerika und die Karibik.
Im Vordergrund der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Lateinamerika und der Karibik stehen unter dem übergreifenden Ziel der Armutsminderung die Themen Modernisierung von Staat und Gesellschaft (gute Regierungsführung) und nachhaltige Nutzung und Schutz natürlicher Ressourcen (zum Beispiel Tropenwald und erneuerbare Energien). In einigen Ländern der Region spielt auch die Krisen- und Konfliktprävention eine große, zum Teil wachsende Rolle.
Bauern bei Wiederaufforstung, El Salvador
(GTZ / Richard Lord)
Breites Spektrum an entwicklungspolitischen Instrumenten
Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit verfügt über ein breites, den Interessen und der Entwicklungsdynamik der jeweiligen Partnerländer oder Organisationen angepasstes Spektrum an bewährten und neueren Instrumenten. Dies sind unter anderem Projekte und Programme der Finanziellen und Technischen Zusammenarbeit, integrierte Experten (CIM) und Experten des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED), Fortbildungs- und Dialogprogramme von InWent, dem Zivilen Friedensdienst und Public-Private-Partnerships mit der Wirtschaft (PPP). Die Kooperation mit anderen bilateralen Gebern, multilateralen Entwicklungsbanken und mit der Europäischen Union (EU) wird hierbei immer enger. Zugleich geht es darum, die nationalen und internationalen Rahmenbedingungen für Entwicklung durch einen intensiven Dialog mit Regierung und Zivilgesellschaft und durch Beteiligung an globalen, regionalen und subregionalen Prozessen zu verbessern.
Zu der bilateralen Entwicklungshilfe ist noch die multilaterale Entwicklungshilfe hinzuzurechnen. Der deutsche Anteil hierzu beträgt im Falle der Beiträge zum EU Haushalt etwa ein Viertel des Gesamtetats und bei den Beiträgen zum Haushalt der Vereinten Nationen (VN) ungefähr ein Zehntel. Die EU und ihre Mitgliedstaaten, unter denen Deutschland der mit Abstand größte Beitragszahler ist, tragen aktuell über 60Prozent zur Entwicklungsfinanzierung in Lateinamerika bei, davon allein zwei Drittel in den Andenstaaten.
Stand 13.02.2009