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Deutschland und China - Gemeinsam in Bewegung

Rückblick

Begeisterte Menschenmenge beim Mia-Konzert Menschenmenge beim Mia-Konzert (H. Flug)

1. Station: Nanjing (Herbst 2007)

Den Auftakt von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ bildete ein Konzert am 27. August 2007 in der Pekinger Zhongshan-Konzerthalle. Unter der Leitung von Tang Muhai und in ausverkauftem Haus spielte das young.euro.classic-Orchester, das je zur Hälfte aus jungen Musikern des Konservatoriums Shanghai und der Jungen Deutschen Philharmonie bestand. Zu den Ehrengästen gehörte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie eröffnete in Anwesenheit des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao diese größte Veranstaltungsreihe Deutschlands im Ausland.

2. Station: Chongqing (Frühjahr 2008)

Zweite Station war das zentralchinesische Chongqing im Mai und Juni 2008. Mit 32 Millionen Einwohnern (Stadtkern inklusive Umland) gilt Chongqing als formal größte Stadt der Welt. Die rasante Entwicklung der Metropole führt zu einer Reihe ökologischer und verkehrstechnischer Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Seit Jahren wächst die Wirtschaft der Stadt um jährlich mehr als 10 Prozent. 2006 erwirtschaftete Chongqing rund 7,5 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsprodukts und wuchs um 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Handel mit Deutschland floriert: 2007 lieferten Unternehmen aus Chongqing Waren im Wert von 200 Millionen US-Dollar nach Deutschland, 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Die zentralchinesische Metropole hat sich zum Ziel gesetzt, den Rückstand gegenüber den prosperierenden Küstenregionen aufzuholen. Aufgrund der wirtschaftlichen Dynamik bot sich die Millionenstadt am Jangtse als Veranstaltungsort für „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ an.

Deutschlandpromenade Kanton bei Nacht Deutschlandpromenade in Kanton (Markus Heinsdorff)

3. Station: Kanton (Herbst 2008)

Gastgeber der dritten Station von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ war die südostchinesische Stadt Kanton (Guangzhou). Die Hauptstadt der Provinz Guangdong gehört zu den wichtigsten Metropolen im Perlflussdelta, einem so genannten mega-urbanen Großraum, in dem mehrere Millionenstädte so nah beieinander liegen, dass sie fast nahtlos ineinander übergehen. Auch die Sonderwirtschaftszonen Shenzhen und Zhuhai sowie die Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao gehören zu dem Gebiet. Aufgrund der hohen Industriedichte und der ausgeprägten Produktivität gilt der Wirtschaftsraum um den Perlfluss, und insbesondere die Provinz Guangdong, als „Fabrik der Welt“. Allein Kanton hat, die Vorstädte hinzugerechnet, rund zehn Millionen Einwohner. Insgesamt leben im Perlflussdelta über 100 Millionen Menschen. Schätzungsweise die Hälfte der Bevölkerung ist aus dem ländlichen Raum zugewandert. Die Zuwanderung wird in Zukunft weitergehen und die Städte werden weiter wachsen, sodass die Auseinandersetzung mit urbanen Fragen für die Region von besonderer Relevanz ist.

„Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ Dritte Station: 27.9.-20.12.2008 in Kanton (Guangzhou)

Pavillons auf der Promenade

4. Station Liaoning/Shenyang (Frühsommer 2009)

Im Mai und Juni 2009 war „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ in der 7,5-Millionen-Metropole Shenyang, Hauptstadt der nordostchinesischen Provinz Liaoning, zu Gast. Als Zentrum für Schwerindustrie und aufgrund reichhaltiger Erz- und Kohlevorkommen trägt der chinesische Nordosten (chin.: Dongbei) Spitznamen wie
„Rostgürtel“ oder „das Ruhrgebiet Chinas“. Derzeit bemüht sich die Region, durch Strukturwandel zu einer modernen Wirtschaftsregion zu werden.

Kinder auf der Promenade Kinder auf der Promenade (Deutschland und China)

5. Station Hubei/Wuhan (Herbst 2009)

Im September und Oktober war die Veranstaltungsreihe in Wuhan, Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei, zu Gast. Schon jetzt gilt die 8-Millionen-Metropole am Mittellauf des Jangtse als eine der bedeutendsten Städte in Zentral- und Westchina. Mit über 30 Universitäten und mehr als 700 Forschungseinrichtungen ist Wuhan eines der wichtigsten akademischen Zentren in ganz China. Seit Anfang der neunziger Jahre ist die Wirtschaft von Stadt und Provinz rasant gewachsen, nicht zuletzt aufgrund ausländischer Investitionen. Derzeit bemüht sich Wuhan, wirtschaftliches Wachstum noch stärker mit Nachhaltigkeit zu verbinden. Die Provinzhauptstadt will eine dynamische, umweltfreundliche und lebenswerte Modellstadt werden. Die Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ erzielte in Wuhan ihren bisherigen Besucherrekord: 600.000 Menschen
besuchten hier die Ausstellungen, Dabietungen und Konferenzen.

Stand 23.11.2009

Zusatzinformationen:

Dokumentation

Titel

„Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“

Auswärtiges Amt

April 2008

Station Nanjing

Titel

„Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ 

Auswärtiges Amt

August 2009

Station Chongqing 



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