Deutsche Hilfe für die Menschen im Sudan
Der Sudan gehört - gemessen am Pro-Kopf-Einkommen - zu den ärmsten Ländern der Welt, verfügt aber über attraktive Bodenschätze. Konflikte prägen das Land, insbesondere in Darfur. Deutschland unterstützt aktiv politische Lösungsprozesse und entsendet Soldaten und Polizisten im Rahmen zweier VN-Missionen. Darüber hinaus ist der Sudan ein Schwerpunkt der deutschen humanitären Hilfe.
Der Sudan ist seit der Unabhängigkeit von Bürgerkriegen geprägt, die ihre gemeinsame Wurzel in der Vernachlässigung der riesigen ländlichen Gebiete zugunsten der arabisch geprägten Elite in der Hauptstadt Khartoum haben. Dazu kommen religiöse und ethnisch geprägte Differenzen sowie Verteilungskonflikte.
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In Darfur konkurrieren sesshafte afrikanische Stämme mit arabischstämmigen Nomaden um knappe Ressourcen. 2003 eskalierte dieser Konflikt. Die Kämpfe forderten seither geschätzte 300.000 Menschenleben. Rund zweieinhalb Millionen Menschen wurden aus ihren Dörfern vertrieben.
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Deutschland leistet politisch wichtige Unterstützung für den Friedensprozess, die Durchführung freier Wahlen, im Rahmen von UN-Missionen im Sudan sowie bilaterale humanitäre Hilfe.
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Die westsudanesische Region Darfur sowie der angrenzende Ost-Tschad bilden eines der komplexesten humanitären Krisengebiete weltweit. Allein im Darfur sind rund 4,7 Millionen Menschen in Not. Deutschland half 2009 mit rund zehn Millionen Euro für humanitäre Hilfsprojekte im Sudan und im Tschad.
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Für den Sudan wurden bis 2008 rund 312.000 Euro für insgesamt 30 Einzelprojekte, insbesondere zahlreiche Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen, zur Verfügung gestellt.
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