Unterstützung der Polizeiarbeit in Afrika
Voraussetzung für erfolgreiche afrikanische Friedensmissionen ist eine Basis an gut ausgebildetem Personal. Um im Bereich Polizei einen solchen Pool aufzubauen, werden die Polizeien in Postkonfliktländern in Kooperation mit den dort stationierten internationalen Friedensmissionen gefördert.
In enger Koordination mit den Polizeikomponenten der VN- und EU-Missionen vor Ort wird in Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste, Burundi, DR Kongo, Sudan, Zentralafrikanische Republik und Ruanda so die Verbesserung der Funktionsfähigkeit der Polizei unterstützt.
An Landesgrenzen können kleinere Konflikte schnell weitreichende Konsequenzen haben, bis hin zum Krieg. Deshalb ist grenzüberschreitende polizeiliche Kooperation besonders wichtig. Die Bundesregierung fördert diese gemeinsam mit internationalen und afrikanischen Partnern in den Bereichen Infrastruktur, Ausbildung in verschiedenen Kriminalitätsbereichen und Kriminalitätsanalyse. Auch hier werden gleichzeitig grundlegende Fähigkeiten erarbeitet, die Voraussetzung für einen Einsatz in Friedensmissionen sind.
In einem gemeinsamen Vorhaben mit Interpol wird die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit (Infrastruktur, Training, gemeinsame Operationen) im Rahmen des Programms "OASIS" in Afrika gefördert. Alle afrikanischen Staaten sind Mitglieder von Interpol und können an dem Programm teilnehmen.
Idealerweise kommt die Initiative für Vorhaben aus Afrika selbst. Mit dem südafrikanischen "Institute for Security Studies" (ISS) als Partner gibt es eine Reihe von gemeinsamen Projekten, die sich ebenfalls mit der grenzüberschreitenden Polizeizusammenarbeit (Umweltkriminalität, Organisiertes Verbrechen, Viehdiebstahl, Kriminalitätsforschung) beschäftigen.
Stand 07.04.2009