Bekämpfung von Konfliktursachen
Um Frieden dauerhaft zu gewährleisten und Konflikte wirksam verhindern zu können, müssen auch die Ursachen von gewaltsamen Auseinandersetzungen identifiziert werden. Strittige Grenzziehungen sind beispielsweise ein Thema, das seit vielen Jahren immer wieder zu Konflikten in Afrika führt.
2007 hat die AU im Bereich Grenzen ein Programm entwickelt, das die Lösung von Grenzproblemen in Afrika zum Ziel hat. Die Bundesregierung unterstützt die Implementierung dieses Programms. Dabei gilt es zunächst, den Status Quo der Grenzen zu klären und erstmals Landkarten zu erstellen, die die gültigen Grenzen vollständig abbilden. Darüber hinaus wird die grenzüberschreitende Kooperation gefördert und in einigen Pilotprojekten auch die eigentliche Demarkation von Grenzen vorgenommen.
Hilfe bei Friedensverhandlungen
Wichtig zur Verhinderung von Konflikten ist auch, in einem sich abzeichnenden Krisenfall schnell reagieren zu können, bevor eine der Konfliktparteien Gewalt anwendet..
Friedensverhandlungen sind hochkomplexe Prozesse, die von einem erfahrenen Mediator, einer Mediatorin geleitet werden. Sie werden von Fachleuten aus verschiedenen Bereichen wie etwa Staatsaufbau, Verfassungsrecht, Wahlen, Reform des Sicherheitssektors, Entwaffnung und Wiedereingliederung von Kämpfern und Vergangenheitsarbeit unterstützt.
Mit allen am Konflikt Beteiligten sprechen
Dazu gehört auch, dass Vermittler mit allen am Konflikt Beteiligten sprechen, seien dies nun Regierungen, Rebellenbewegungen, bewaffnete ethnische oder soziale Minderheiten. Dies geschieht immer in Absprache mit der entsprechenden Landesregierung und der UNO.
Im Rahmen des Mediationsprogramme der UN und der AU bemüht sich Deutschland, zu nachhaltigen Friedenslösungen beizutragen.
Stand 07.04.2009