Hintergrund
Die Länder Afrikas übernehmen zunehmend Verantwortung für Frieden und Entwicklung auf ihrem Kontinent.
Das belegen seit 2001 die neugegründete Afrikanische Union (AU) und die Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (New Partnership for Africa’s Development – NEPAD). NEPAD ist ein politischer Reformprozess. Kernstück sind Initiativen zu Demokratie, Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und verantwortlichem Regierungshandeln sowie zur Verbesserung des Marktzuganges. Ein zentrales Instrument ist der sogenannte African Peer Review Mechanism (APRM), ein formalisierter Prozess in dem sich die afrikanischen Staaten gegenseitig beurteilen, wie gut sie jeweils in den Bereichen Regierungsführung und Wirtschaftspolitik schon sind.
Die G8 haben 2002 einen Afrika-Aktionsplan verabschiedet, mit dem sie die afrikanischen Eigenanstrengungen anerkennen und sich verpflichten, sie zu unterstützen.
Im Bereich Frieden und Sicherheit fördern die G8 insbesondere den Aufbau der afrikanischen Bereitschaftstruppen. Jede der fünf Regionen stellt derzeit eine Brigade auf, die dann im Krisenfall eingesetzt werden könnte. Die Erfahrung mit Friedensmissionen hat gezeigt, dass neben Soldaten auch Polizei und Zivilisten benötigt werden, um solche Einsätze erfolgreich durchführen zu können.
Auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 wurde daher beschlossen, besonders die zivilen Komponenten dieser Einsatzkräfte zu unterstützen. Darüber hinaus wollen die G8 die afrikanischen Partner bei der Polizeiausbildung unterstützen.
Die Bundesregierung setzt diese Verpflichtungen mit dem G8-Afrika-Programm um.
Stand 07.05.2009