Unterstützung der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur
Gebäude der AU in Addis Abeba
(AA)
Die Bundesregierung setzt sich im G8- und EU-Rahmen aktiv für die Unterstützung Afrikas bei der Schaffung einer tragfähigen afrikanischen Sicherheitsarchitektur ein und fördert den Bereich Frieden und Sicherheit in Afrika auch bilateral. Herzstück der Sicherheitsarchitektur sind die Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU), von denen in jeder der fünf afrikanischen Regionen eine bis Ende 2010 bereitstehen soll.
Diese sind als "integrierte Brigarden" geplant, wie sie in modernen Friedensmissionen eingesetzt werden, d.h. mit einem militärischen und einem zivilen Teil, zu dem auch die Polizei gehört. Das Auswärtige Amt fördert hier verstärkt den Aufbau der zivilen Komponenten inklusive Polizei.
Die Afrikanische Union (AU) hat die Bundesregierung gebeten, sie bei der Verbesserung der strategischen Managementkapazität ihrer Abteilung für Frieden und Sicherheit zu unterstützen. Die Bundesregierung finanziert dazu ein Gebäude, durch das die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Planung und Steuerung von Friedensmissionen verbessert werden. Neben Büroraum für die Abteilung werden auch der Plenarsaal für den Sicherheitsrat der AU und ein Krisenzentrum darin Platz finden, so dass politische Entscheidungen und operatives Handeln besser als bisher integriert werden können.
In der Abteilung für Frieden und Sicherheit wird zudem der Aufbau einer Einheit für Polizei finanziell und durch Beratung unterstützt, die für diesen Teil im Bereich der Friedenssicherung Ansprechpartner sein wird.
Da AU und Regionalorganisationen die Verantwortung für die Lösung der Konflikte auf dem Kontinent zukünftig selbst übernehmen wollen, ist es wichtig, Kompetenzen im Bereich Friedenssicherung aufzubauen. In West-, Nord-, und Ostafrika werden daher Polizisten und ziviles Personal für multilaterale Missionen ausgebildet, auf Missionen vorbereitet und Voraussetzungen geschaffen, dies in Zukunft selbst zu tun.
Stand 07.04.2009