Äthiopien
Bildung und Forschung gegen Armut in Afrika
Die afrikanischen Staaten müssen mehr in Forschung und Lehre investieren, um Armut und Unterentwicklung zu bekämpfen. Dies war das Fazit von Forschern aus sieben afrikanischen Ländern. Nur wenn die Länder besser zusammen arbeiten und den Austausch von Wissen untereinander verstärken, können sie als Partner auf Augenhöhe in der internationalen Wissenschaft mithalten. Deutschland unterstützt die afrikanischen Staaten aktiv in diesem Prozess.
Mehr als 85 Wissenschaftler aus Ägypten, Äthiopien, Ghana, Kenia, Simbabwe, Sudan und Uganda waren vom 19. bis 22. Juni Teilnehmer der Konferenz "Facing Africa's Future in a Global Era – The Power of Higher Education and Research" in Addis Abeba. Die Konferenz war gemeinsam vom Katholischen Akademischen Ausländer-Dienst und der Alexander von Humboldt-Stiftung organisiert worden. Zu den Teilnehmern gehörten auch Vertreter aus Deutschland und der Afrikanischen Union: Diese will sich künftig verstärkt für die Förderung von Forschung und Lehre einsetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz lautete „Perspektiven des interreligiösen Dialogs über Frieden, Bildung und soziale Fragen, und die Rolle der Universitäten in diesem Prozess“. Muslime und Christen unterstrichen die Bedeutung und den Nutzen eines solchen Dialogs. Sie betonten die Dringlichkeit einer verstärkten Zusammenarbeit für Frieden und soziale Gerechtigkeit sowie den Schutz der Menschenrechte weltweit.
Der deutsche Botschafter Claas-Dieter Knoop zeigte sich in seiner Eröffnungsrede überzeugt, Äthiopien könne als Vorbild für religiöse Toleranz in Afrika dienen. Bildung und Forschung können nur in einem Klima der Toleranz und des gegenseitigen Respekts gedeihen, so Knoop weiter.
Stand 03.09.2008