Der Prozess der "Übergabe in Verantwortung" an die afghanische Regierung ist auf den Weg gebracht. Auf der Londoner Afghanistan-Konferenz Ende Januar 2010 beschlossen die Konferenzteilnehmer einen ganzheitlichen Ansatz, um die weitere Entwicklung des Landes voranzubringen. Mehr zivile Hilfe sowie ein verstärkter Aufbau der afghanischen Sicherheitsorgane sollen den Weg zu mehr afghanischer Eigenverantwortung ebnen. Mit der Neuausrichtung soll eine Abzugsperspektive für die deutschen Soldatinnen und Soldaten geschaffen werden.
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Afghanistan muss in die Lage versetzt werden, selbst für die innere Sicherheit zu sorgen. Daher ist die Schaffung einer funktionierenden afghanischen Polizei eine der wichtigsten Prioritäten der Bundesregierung, der EU und der internationalen Gemeinschaft. Ausbildung, Beratung und Ausstattungshilfe sind die Säulen der deutschen und internationalen Unterstützungsarbeit. Seit Juni 2007 unterstützt die europäische Polizeimission EUPOL Afghanistan die Polizeireform.
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Deutschland hat zwei regionale Wiederaufbauteams unter dem Mandat der internationalen Schutztruppe ISAF mit einer zivilen und einer militärischen Komponente in der Region Kundus und Faisabad im Nordwesten des Landes eingerichtet. In Mazar-e-Sharif stellt Deutschland seit dem 1. Juni 2006 den "Regionalkommandeur Nord". Als führende Nation für den Polizeiaufbau in Afghanistan leistet Deutschland weiterhin Koordinierungs- und Beratungsarbeit beim Aufbau der Polizei in Herat.
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