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Flugsicherheit in Afghanistan verbessern

V.l.: Goh Chin Ee von der Flugakademie Singapur, Botschafter Jörg Ranau, Koh Tin Fook, Abteilungsleiter im singapurischen Außenministerium (Singapore Aviation Academy)

Am 14. September haben 19 Mitarbeiter des afghanischen Ministeriums für Transport und zivile Luftfahrt einen Kurs zur Flugsicherheit begonnen. Ziel der deutsch-singapurischen Initiative ist die Verbesserung der Sicherheit in der zivilen Luftfahrt in Afghanistan.

Bis zum 18. September werden in diesem Kurs an der staatlichen Flugakademie in Singapur Themen wie Grundlagen von internationalem zivilem Luftverkehr, Flughafenmanagement und Sicherheitsmaßnahmen behandelt.
Die Verbesserung der Sicherheit in der zivilen Luftfahrt ist wichtig für Afghanistan: Von 2007 auf 2008 stieg die Anzahl der kritischen Annäherungen und Beinaheunfälle im Luftraum des Landes von rund 50 auf rund 80 an. Abgesehen vom Hauptstadtflughafen Kabul stehen entweder gar keine oder nur militärische Navigationsanlagen zur Verfügung, die nicht auf die Bedürfnisse des zivilen Luftverkehrs zugeschnitten sind.

Flughafen Kabul Flughafen Kabul (picture alliance/ dpa)

Neben diesen Ausstattungsmängeln ist die schlechte Ausbildung der Mitarbeiter einer der Hauptgründe für die unzureichende Flugsicherheit. Hier setzt das gemeinsame Projekt mit Singapur an: In zwei Kursen sollen zunächst 40 Mitarbeiter des afghanischen Ministeriums für Transport und zivile Luftfahrt geschult werden. Die Kosten von 180.000 Euro tragen Deutschland und Singapur jeweils zur Hälfte. Bei erfolgreichem Abschluss der Seminare soll die Initiative im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

Gemeinsam bringen Deutschland und Singapur beste Voraussetzungen für das Vorhaben mit: Während Deutschland über langjährige Erfahrung und effektive Strukturen im zivilen Wiederaufbau Afghanistans verfügt, steuert Singapur eine hervorragende Kompetenz im Flugsicherheitstraining bei. 

Start vom Flughafen Kabul (picture alliance/dpa)

Deutschland umfassend beim Aufbau des zivilen Luftverkehrs engagiert

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte Ende März 2009 auf der Afghanistan-Konferenz in Den Haag um Partner beim Aufbau der zivilen Flugsicherung geworben. Das Projekt mit Singapur ist nur eines von mehreren, mit denen Deutschland die Erneuerung von Flughäfen und die Verbesserung der Flugsicherheit unterstützt. Insgesamt stellt das Auswärtige Amt bis 2011 ca. 40 Millionen Euro für die Flugsicherheit in Afghanistan zur Verfügung.

Flughafen Masar-i-Sharif (Nordafghanistan)

  • Zusammen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten baut Deutschland den zivilen Bereich des Flughafens aus, so dass er einmal die Rolle eines Verkehrsknotenpunktes an der verkehrsreichen Flugroute zwischen Europa und Asien übernehmen kann. Deutschland trägt 20, die VAE 15 der veranschlagten 35 Millionen US-Dollar Baukosten.
  • Ebenfalls für Masar-i-Sharif bildet das Bundesministerium für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit in Kooperation mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und dem Bundesministerium für Verteidigung 10 Fluglotsen aus.
  • Im Rahmen des Polizeitrainings schult das Auswärtige Amt Sicherheitspersonal auch für den Kontrollbereich des Flughafens.

Wiederaufbau des Internationalen Flughafens Mazar-i-Sharif PDF | 602 KB

Flughafen Tarin Kowt

In der Provinzhauptstadt Tarim Kowt im Süden Afghanistans treibt Deutschland gemeinsam mit den Niederlanden die Instandsetzung und Modernisierung des Flughafens voran. Deutschland wird 5,7 Millionen Euro beitragen, die Niederlande 17,6 Millionen Euro. Umgesetzt werden die Projekte ebenfalls von der GTZ.

Deutschland und Niederlande: Gemeinsame Projekte im Süden Afghanistans

Stand 14.09.2009



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