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Ausstellung „Türckische Cammer“

Pferd mit osmanischer Ausstattung um 1700 Pferd mit osmanischer Ausstattung, um 1700 (Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

Seit dem 7. März 2010 im Dresdner Residenzschloss 

Die Türckische Cammer ist eine der beeindruckendsten und größten Kunstausstellungen osmanischer Schätze - und die jüngste Neuaufnahme der Ernst-Reuter-Initiative. Über 600 wertvolle Einzelstücke werden auf rund 750 qm im Dresdner Residenzschloss ausgestellt.

Eine kleine Kammer ist die "Türckische Cammer" wahrlich nicht: Über 600 wertvolle Einzelstücke werden auf rund 750 qm im Dresdner Residenzschloss ausgestellt. Die ersten Sammelstücke stammen von Kurfürst August von Sachsen aus dem 16. Jahrhundert.

Zu den ausgestellten Schätzen der Kurfürsten gehören auch kostbare Schwerter Zu den ausgestellten Schätzen der Kurfürsten gehören auch kostbare Säbel (Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

Über mehrere Jahrhunderte hatten die sächsischen Herrscher durch diplomatische Geschenke und Beutestücke unterschiedlicher Schlachten gegen die Osmanen, aber auch durch gezielte Ankäufe eine Sammlung exotischer Kunststücke zusammengetragen, die heute in Deutschland ihres Gleichen sucht. Sie bringt den Besucherinnen und Besuchern einen besonders prunkvollen Teil der osmanischen Geschichte nahe. Sie zeigt aber auch das große Interesse des sächsischen Hofes an einer anderen Kultur und Lebensart. Gleichzeitig wird der Einfluss des Orients auf die damalige europäische Kunst deutlich - denn ein Teil der Stücke entstand in bedeutenden europäischen Werkstätten, die die osmanischen Einflüsse aufnahmen und mit europäischen Stilen kombinierten.

Das Hauptexponat der Cammer, das osmanische Staatszelt Das osmanische Staatszelt, Hauptexponat der Cammer (Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

Das Hauptexponat der "Türckischen Cammer" ist das 20 Meter lange, acht Meter breite und sechs Meter hohe osmanische Staatszelt aus dem 17. Jahrhundert. Das wertvolle Textil wurde während der Türkenkriege 1729 aus Polen nach Dresden gebracht. 1942 war es im Lichthof des Johanneums in Dresden zu sehen. Um es vor Kriegsschäden zu schützen, wurde es ausgelagert und erst 1994 wieder hervorgeholt, um es zu restaurieren.

In der Türckischen Cammer sind lebensgroße Pferde mit den wertvoll geschmückten Sätteln zu sehen In der Türckischen Cammer sind lebensgroße Pferde mit den wertvoll geschmückten Sätteln zu sehen (Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

Bisher waren immer nur Einzelstücke der "Türckischen Cammer" in Sonderausstellungen zu sehen. Mit der Restauration des Dresdner Residenzschlosses ist die "Türckische Cammer" nun seit mehr als 60 Jahren wieder als Dauerausstellung eröffnet, sodass alle orientalischen Schätze der Kurfürsten bestaunt werden können.

Mehr zur Ernst-Reuter-Initiative:

Stand 08.03.2010

Zusatzinformationen:

Eröffnung der Ausstellung

Der türkische Außenminister Davutoğlu, der sächsische Ministerpräsident Tillich und Bundesaußenminister Westerwelle bei der Ausstellungseröffnung.

Der türkische Außenminister Davutoğlu, der sächsische Ministerpräsident Tillich und Bundesaußenminister Westerwelle bei der Ausstellungseröffnung.

Türckische Cammer, seit dem 7. März 2010

Das grosse osmanische Staatszelt



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