EVET – JA, ICH WILL!
Hochzeitskultur und Mode von 1800 bis heute: eine deutsch-türkische Begegnung
Besticktes Hochzeitskleid (Bindalli), Türkei, 18. Jahrhundert (© Yapi Kredi Vedat Nedim Tör Müzesi, Istanbul)
Mit großem Erfolg war die Ausstellung „Evet - Ja, ich will“ in den vergangenen Monaten im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte zu Gast. Nun zieht die Ausstellung weiter und wird ab dem 28. Februar 2009 in den Reiss-Engelhorn Museen in Mannheim zu sehen sein.
Manchmal verändert ein einfaches "Ja" das ganze Leben. Trotz unterschiedlicher Lebensentwürfe ist die Hochzeit bis auf den heutigen Tag für die meisten Menschen ein wichtiges und unvergessliches Ereignis. Insbesondere die Kleidung für Braut und Bräutigam unterstreicht die Bedeutung dieses Tages.
Die Ausstellung Evet – Ja, ich will! lässt erstmals die Moden und Kulturen des Hochzeitsfestes in Deutschland und in der Türkei einander begegnen. Der Blick zurück ins 19. und 20. Jahrhundert auf beide Kulturen offenbart, wie vertraut uns das Fremde und wie fern uns das eigene Kulturverständnis sein kann: Was sagt uns heute noch die Bezeichnung "schwarze Braut"? Warum sind Hochzeitskleider meist weiß? Was wissen wir eigentlich über die Henna-Nacht oder Bräuche am Polterabend? Wie hat sich die Hochzeitstradition im Laufe der Zeit in beiden Kulturen verändert? Und warum heiraten Menschen überhaupt?
Die hochkarätigen, vielfach unveröffentlichten Ausstellungsstücke stammen aus den bedeutendsten deutschen und türkischen Museen, etwa dem Topkapi Museum, dem Museum für türkische und islamische Kunst sowie dem Sadberk Hanim Museum in Istanbul.
Evet – Ja, ich will! bietet Einblicke in die Hochzeitstraditionen beider Kulturen und in die Entwicklung der Hochzeitsmoden bis hin zu den Kreationen von etablierten und jungen Modedesignern aus Deutschland und der Türkei.
Termine
Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim28. Februar 2009 – 7. Juni 2009
Nach Dortmund und Mannheim soll die Ausstellung auch in der Türkei gezeigt werden. Während des Ausstellungszeitraums wird es ein umfangreiches Begleitprogramm geben.
Stand 30.07.2009