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Studium und Lehre nach dem Erdbeben – Unterstützung des Auswärtigen Amts für die Universität L'Aquila

Die deutsche Unterstützung für das Erdbebengebiet umfasst auch den akademischen Wiederaufbau an der Universität L'Aquila. Der DAAD und zwei Universitäten tragen mit finanzieller Unterstützung in Höhe von 90.000 Euro aber auch mit Stipendien zur Fortsetzung des Wissenschaftsbetriebs bei.

Zerstörungen in L'Aquila nach dem Erdbeben vom 6. April 2009 Zerstörungen in L'Aquila nach dem Erdbeben vom 6. April 2009 (picture-alliance/photoshot)

Ein Erdbeben forderte am 6. April 2009 in der italienischen Stadt L'Aquila zahlreiche Opfer, viele Gebäude vor allem im Zentrum der Stadt wurden zerstört. Auch die Universität L'Aquila blieb nicht verschont: Studierende und Dozenten kamen ums Leben, Gebäude sind zum Teil erheblich beschädigt, Forschung und Lehre wurden unterbrochen. Ein normaler Wissenschaftsbetrieb ist auch acht Monate nach der Katastrophe noch nicht möglich.

Die Unterstützung des Auswärtigen Amts für die Erdbebenregion umfasst auch den akademischen Wiederaufbau an der Universität L'Aquila. Mit Mitteln in Höhe von knapp 90.000 Euro tragen seit Beginn des Wintersemesters 2009/2010 der DAAD und zwei deutsche Partnerhochschulen – die Universität Konstanz und die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt / Main – zur Fortsetzung des Wissenschaftsbetriebes bei. In nur sehr kurzer Zeit wurden Maßnahmen vorbereitet und umgesetzt: Studierende der italienischen Universität bekommen die Möglichkeit zur Fertigstellung ihrer Abschlussarbeiten in Deutschland oder für Sprachkurse. Forschungs- und Lehraufenthalte für italienische Dozenten bereichern zudem auch das Lehrangebot der Universität Konstanz. Die Anschaffung von Notenmaterial und die Reparatur der Orgel kommen dem Konservatorium L'Aquila vor Ort zugute.

Auch Professorin Diana Passino freut sich sehr über ihren Gastaufenthalt an der Universität Konstanz. Dank des Stipendiums und der Hilfe durch das Auslandsreferat der Universität konnten sie ihr Mann und ihre beiden Kinder sogar begleiten. „Hier in Konstanz kann ich durchatmen – ich kann endlich wieder konzentriert arbeiten und meine Kinder spielen gleich nebenan in der Unikrippe“ erzählt Professor Passino.

Wenn die Studierenden und Wissenschaftler im kommenden Sommersemester wieder nach L'Aquila zurückkehren wird sich die Situation vor Ort hoffentlich verbessert haben. Bereits jetzt steht fest: Der Austausch zwischen den Hochschulen hat sich durch die Hilfsaktion intensiviert und wird auch in Zukunft freundschaftlich und lebendig auf beiden Seiten fortgeführt.

Stand 05.01.2010

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