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"Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?"

Ausstellungseröffnung

Im August 2007 wurde im Lichthof des Auswärtigen Amts anhand von Karikaturen und Fotografien dargestellt, wie sich judenfeindliche Stereotype bis heute gehalten haben. Die Besucherinnen und Besucher wurden in der Ausstellung auch mit antisemitischen Verschwörungstheorien der letzten Jahre konfrontiert für die die Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 und zuletzt die Flutwelle (Tsunami) in Asien als Aufhänger dienten.

"Der heutige Antisemitismus nährt sich aus verschiedenen Quellen"

In seiner Eröffnungsrede wies Staatsminister Erler darauf hin, dass trotz einer "positiven Entwicklung bei der Renaissance jüdischen Lebens in Deutschland" die Zahl der als antisemitisch eingestuften Vorfälle in Deutschland seit fünf Jahren ansteigt und es auch neue Varianten des Antisemitismus gibt. Der heutige Antisemitismus nähre sich aus verschiedenen Quellen, er schaffe sich neue Gestalten und Feindbilder, sehe aber immer auf die Juden als ewigen Feind.

Der Staatsminister betonte, dass das Auswärtige Amt die neuen Formen des Antisemitismus sehr ernst nimmt. Er erinnerte daran, dass sich die OSZE-Staaten bereits vor drei Jahren zu einer großen Konferenz zu diesem Thema in Berlin versammelt hatten: "Das war damals in Berlin eine eindrucksvolle Bekundung des politischen Konsenses, dass Antisemitismus unter keinerlei Vorwand legitim ist, auch nicht unter dem Druck aktueller Krisen. Diesen Konsens gilt es zu erhalten und zu vertiefen."

"Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?" wurde vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin und der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem konzipiert. Der Direktor des European Department der School for Holocaust Studies von Yad Vashem, Doron Avraham, und der Direktor des Zentrums für Antisemitismusforschung, Prof. Dr. Wolfgang Benz, nahmen an der Ausstellungseröffnung teil.

Stand 01.09.2007



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