Startseite

Springe direkt zu: Seiteninhalt:, Zusatzinformationen:, Hauptmenü, Servicemenü, Suche


Diplomacy by Networking

Staatsministerin Pieper bei der Urkundenübergabe an Frau Mogotsi aus Botsuana zum Abschluss des 3. Afrika-Lehrgangs Staatsministerin Pieper bei der Urkundenübergabe an Frau Mogotsi aus Botsuana zum Abschluss des 3. Afrika-Lehrgangs (Dirk Enters)

Füreinander, Miteinander, weltweit - die Internationale Diplomatenausbildung ist eine Erfolgsgeschichte: Innerhalb von fünf Jahren ist das Angebot der Programme von drei auf sechzehn pro Jahr gestiegen. Beste Voraussetzungen für ein diplomatisches Netzwerk der Zukunft.

Füreinander

Deutsche Außenpolitik ist Friedenspolitik. Weltweit setzt sie sich für Demokratie und Menschenrechte ein. Und das in dem Bewusstsein, dass die Herausforderungen unserer Zeit nicht im Alleingang, sondern nur gemeinsam gemeistert werden können. In einer zusammenwachsenden, sich vernetzenden Welt ist nicht nationale Interessenpolitik, sondern Zusammenarbeit gefragt. Genau hier setzt die Internationale Diplomatenausbildung an.

Die Internationale Diplomatenausbildung ist eine Einladung an unsere Partner in der Welt, schon am Beginn ihrer Karriere mit uns Erfahrungen auszutauschen, Positionen zu vergleichen und Gemeinsamkeiten zu erkennen. Sie richtet sich an junge Diplomatinnen und Diplomaten, die in der Außenpolitik wie wir auf Weltoffenheit, Rechtstaatlichkeit und Partnerschaft setzen.

 Ins Leben gerufen wurde die Internationale Diplomatenausbildung 1992 nach dem Ende des Kalten Krieges, als mit Programmen für Diplomaten aus Mittel- und Osteuropa der Aufbau Auswärtiger Dienste in den jungen Demokratien gestärkt werden sollte. Später folgten Lehrgänge für Afghanistan, Irak, den Nahen und Mittleren Osten, Afrika, Asien und Lateinamerika. Insgesamt werden inzwischen Kurse für über 130 Länder angeboten. Seit 2009 gibt es Programme für junge Diplomatinnen und Diplomaten aus Kosovo, aus Bosnien und Herzegowina sowie aus Belarus. 2010 kommen Programme für die Inselstaaten der Karibik und des Pazifik sowie für das frankophone Afrika hinzu.

Das International Diplomats Programme im Gespräch mit Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt Das International Diplomats Programme im Gespräch mit Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt (1-DA)

Miteinander

Während der fünfwöchigen bis zehnmonatigen Lehrgänge lernen die jungen Diplomaten aus aller Welt Berlin und Deutschland kennen. Die Kurse bieten ein abwechslungsreiches, interaktives Programm: Es reicht von völkerrechtlichen Grundlagen der Diplomatie über moderne Verhandlungstechniken bis zu aktuellen Fragen der europäischen Integration.

Begegnungen mit deutschen Nachwuchsdiplomaten, Hospitationen im Auswärtigen Amt, Sprachkurse, Besichtigungen wie auch Studienfahrten nach Brüssel und innerhalb Deutschlands sind Teil des Programms. Die Seminarleitung übernehmen zumeist ehemalige, mit der jeweiligen Region vertraute Botschafter.

Teilnehmer des 4. Lehrgangs für Lateinamerika/Karibik bei der Abschlussfeier Teilnehmer des 4. Lehrgangs für Lateinamerika/Karibik bei der Abschlussfeier (Dirk Enters)

Weltweit

Die jungen Diplomaten kehren als Freunde Deutschlands in ihre Länder zurück. Inzwischen haben etwa 1500 Nachwuchsdiplomaten aus über 130 Ländern an den Ausbildungsprogrammen teilgenommen. In den vergangenen Jahren ist das Angebot noch einmal gestiegen: Von drei Programmen 2005 über acht 2008 werden 2010 sechzehn Diplomatenlehrgänge angeboten. Jedes Jahr sind etwa 300 Nachwuchsdiplomaten aus aller Welt unsere Gäste in Berlin. Und immer noch übersteigt die Nachfrage bei weitem die Kapazitäten.

Zu den Weiterbildungsprogrammen gehören nicht nur die jährlichen Fortbildungslehrgänge für Teilnehmer aus dem Nahen und Mittleren Osten, Lateinamerika, Afrika und Asien, die sich in den vergangenen Jahren etabliert haben. Auch berufsbegleitende Seminare für junge Diplomaten aus den Botschaften in Berlin im deutschsprachigen Diplomatenkolleg sowie seit 2009 auch im englischsprachigen International Diplomats Programme gehören zum Angebot der Akademie Auswärtiger Dienst.

Darüber hinaus gibt es die Alumni-Treffen. 2010 werden es zwei sein: für Alumni aus Ost- und Mitteleuropa und Zentralasien in Ljubljana und für alle Ehemaligen, die in Deutschland postiert sind, in Berlin. Zurzeit sind 127 Alumni an ihren jeweiligen Auslandsvertretungen in Deutschland tätig, darunter mehrere als Botschafter.

"Diplomacy by Networking" bedeutet, ein weltweites Netzwerk von persönlichen Beziehungen unter den jungen Diplomaten zu schaffen und so zu einem Miteinander des Vertrauens und der Kooperation beizutragen. Dieses Netzwerk unter Berufskollegen ist für das Auswärtige Amt eine wertvolle Ressource.

Das Diplomatenkolleg in der Tagesschau Redaktion Das Diplomatenkolleg in der Tagesschau Redaktion (1-DA)

Partner

Zu den Kooperationspartnern des Auswärtigen Amts gehören die Robert Bosch Stiftung, die BMW Stiftung Herbert Quandt, die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, das Goethe Institut und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie verschiedene Hochschulen.

Auswärtiges Amt – Akademie Auswärtiger Dienst

Die Teilnahme an der Internationalen Diplomatenausbildung des Auswärtigen Amts ist kostenlos. Die Entsendestaaten tragen lediglich die Reisekosten der Teilnehmenden. Die Kandidaten werden auf Einladung von ihren Außenministerien benannt. Voraussetzung sind je nach Lehrgang gute Deutsch-, Französisch- oder Englischkenntnisse. Bei allen Diplomatenlehrgängen gehören auch Deutsch-Kurse zum Programm.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.diplomatie.de

Internationale Diplomatenausbildung (1-DA)
11013 Berlin
Tel. +49 (0)30 1817 4830
Fax +49 (0)30 1817 4888
E-Mail: 1-DA-S(at)diplo.de

Stand 15.03.2010

Zusatzinformationen:

Weitere Informationen

Aktuell

Kosovo – einer gemeinsamen Zukunft entgegen

Vor zwei Jahren hat Kosovo seine Unabhängigkeit erklärt. Das Land ist damit die jüngste Demokratie Europas – und das Land braucht eine neue Generation von Diplomaten. Das Auswärtige Amt unterstützt Kosovo, indem es bereits zum zweiten Mal einen Lehrgang für Nachwuchsdiplomaten aus dem westlichen Balkanstaat anbietet. Nach vier intensiven Wochen geht der Lehrgang diesen Freitag feierlich zu Ende.

Mehr lesen

Zweiter Fortbildungslehrgang für kosovarische Diplomaten: Besuch im Bundestag (Februar 2010)

Kosovo baut diplomatischen Dienst auf - mit deutscher Unterstützung

Zwei Jahre jung ist die Republik Kosovo, für die der Aufbau eines eigenen Staatswesens immer noch eine große Herausforderung ist. Das Auswärtige Amt hilft dabei, kosovarische Diplomaten mit dem nötigen Rüstzeug zu versehen - mit einem speziell auf sie zugeschnittenen Fortbildungsprogramm.

Mehr lesen

Weitere Internationale Diplomatenlehrgänge

Mehr lesen

Aufbauhilfe für die irakische Diplomatie 

Gruppenfoto des 3. Fortbildungslehrgangs für irakische Diplomaten

Über Tausend ausländische Diplomaten hat das Auswärtige Amt bereits ausgebildet. Zum dritten Mal drückt jetzt eine Gruppe irakischer Diplomaten in Berlin die Schulbank. Mit dem Programm unterstützt Deutschland beim Wiederaufbau eines professionellen irakischen diplomatischen Dienstes.  

Diplomatenkolleg

Diplomatenkolleg  "Deutschland - Perspektiven erleben"

Diplomatenkolleg "Deutschland - Perspektiven erleben"

Eine Initiative des Auswärtigen Amts und der Robert Bosch Stiftung, mit Unterstützung der DGAP.



Für diese Seite:


Impressum © 1995-2010 Auswärtiges Amt