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Rede des Außenministers Guido Westerwelle zur Eröffnung des Generalkonsulats in Masar-e Scharif, Afghanistan

09.06.2013

---- Es gilt das gesprochene Wort ----

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Sehr geehrte Minister,

Sehr geehrter Herr Gouverneur Atta,

Sehr geehrte Gouverneure,

Exzellenzen,

verehrte Gäste,

seit fast zehn Jahren hat Deutschland eine ganz besondere Verbindung zu Nordafghanistan und besonders zu dieser Stadt. Camp Marmal hat in den vergangenen Jahren Tausende deutsche Soldaten beherbergt. Deutsche Polizisten haben hier ihre afghanischen Kollegen mit großem Erfolg ausgebildet. Zahlreiche deutsche Entwicklungshelfer und Experten haben hier gemeinsam mit afghanischen Partnern am Wiederaufbau des Landes gearbeitet.

Die Eröffnung einer deutschen Auslandsvertretung in Ihrer Stadt markiert einen Höhepunkt in den Beziehungen Deutschlands zur Nordregion Afghanistans.

Ihre Stadt und die Nordregion gehören heute zu den sichersten in ganz Afghanistan. Das ist eine große Errungenschaft. Ohne Sicherheit, keine Entwicklung. Und ohne Entwicklung, keine Sicherheit.

Ihre Region zeichnet sich aus durch überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum. Die Nähe zu Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan macht Masar-e Scharif zu einem pulsierenden Zentrum für den Handel über Grenzen hinweg.

Hier wollen wir uns als deutsche Regierung ganz bewusst langfristig engagieren.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Freundschaft zwischen Deutschen und Afghanen hat eine lange Geschichte.

Deutschland hat sich im gemeinsamen Kampf gegen die Aufständischen engagiert und große Anstrengungen für einen raschen Wiederaufbau des Landes unternommen.

2014 beginnt eine Phase des Wandels in Afghanistan: Ein neuer Präsident wird gewählt und die ISAF-Mission wird abgeschlossen. Der Abzug deutscher Kampftruppen wird wie beschlossen umgesetzt.

Aber Deutschland wird sein umfangreiches ziviles Engagement aufrechterhalten und auch weiterhin die afghanischen Sicherheitskräfte ausbilden. Wir werden Afghanistan nicht im Stich lassen.

Das Generalkonsulat in Masar-e Scharif ist hierfür sichtbares Zeichen.

Meine Damen und Herren,

das Generalkonsulat ist ab heute arbeitsfähig. Hans-Ulrich Südbeck wird die Leitung übernehmen. Viele von Ihnen kennen ihn bereits aus seiner Arbeit als Ziviler Leiter des Regionalkommandos Nord.

Ich wünsche ihm und seinen Mitarbeitern viel Glück.

Es lebe die deutsch-afghanische Freundschaft!

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