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Pressemitteilung

Internationaler Tag der Humanitären Hilfe am 19.08.17

18.08.2017

Anlässlich des Welttags der Humanitären Hilfe am 19. August 2017 erklärt die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Bärbel Kofler:

Humanitäre Hilfe: das ist Hilfe von Menschen für Menschen. Der heutige Welttag der Humanitären Hilfe gibt uns allen die Möglichkeit, Menschen zu danken, die – oft unter Lebensgefahr – in den Krisen dieser Welt Notleidenden helfen.

Viel zu oft hören wir von humanitären Helfern, die selbst – ob von den Konfliktparteien beabsichtigt oder nicht – zum Ziel von Angriffen werden. Diese Angriffe müssen aufhören! Weltweit muss es allen humanitären Helfern möglich sein, Menschen in Not ohne Gefahr für ihr eigenes Leben Beistand zu leisten. Dies ist eine Verpflichtung, die sich aus den humanitären Prinzipien ergibt – und die für alle gilt.

Die weltweite humanitäre Situation bleibt angespannt. Der Konflikt in Syrien und den Nachbarländern geht nun ins siebte Jahr; noch immer sind Millionen Menschen in der Region auf der Flucht und auf humanitäre Hilfe angewiesen. Im Irak steht nach der Befreiung Mossuls und anderer vom IS besetzter Gebiete der Großteil der Arbeit für die humanitären Helfer noch bevor: es gilt, die Menschen vor Ort mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen.

Besonders beschäftigen uns in diesem Jahr die Hungerkrisen in Teilen Afrikas und in Jemen. Beim 'Berliner Humanitären Appell' im April hat Deutschland mit Nachdruck betont, den Menschen dort unsere Unterstützung zukommen zu lassen. Ob in Südsudan, in der Tschadsee-Region, am Horn von Afrika oder in Jemen: wir haben unsere Hilfsgelder deutlich erhöht, damit eine Hungerkatastrophe verhindert werden kann.

Dies alles zeigt: die Arbeit der humanitären Helfer ist wichtiger denn je. Deutschland trägt als einer der drei größten Geber humanitärer Hilfe dazu bei, hilfsbedürftige Menschen weltweit zu unterstützen. Gleichzeitig setzen wir uns für die Weiterentwicklung der Humanitären Hilfe ein, indem wir z.B.  lokale Partner noch stärker einbeziehen und unsere Hilfe besser planen. Wir wollen gemeinsam mit unseren vielen Partnern auf nationaler und internationaler Ebene weiter darauf hinarbeiten, menschliches Leid in der Welt zu verringern.

Hintergrund:

Bei einem Bombenanschlag auf das Hauptquartier der Vereinten Nationen in Bagdad kamen am 19. August 2003 22 Mitarbeiter der Vereinten Nationen ums Leben. Seit 2009 wird jedes Jahr am 19. August der Welttag der Humanitären Hilfe begangen, um der humanitären Helfer zu gedenken, die weltweit im Einsatz für Menschen in Not ihr Leben ließen. Zugleich wird an die Einhaltung der humanitären Prinzipien erinnert, denn Angriffe auf humanitäre Helfer und Verstöße gegen humanitäres Völkerrecht haben in den letzten Jahren insbesondere im Syrien-Kontext, aber auch in der Jemen-Krise zugenommen.

Innerhalb der Bundesregierung ist das Auswärtige Amt für die humanitäre Hilfe im Ausland federführend. Nach dem Grundsatz der Subsidiarität leistet die Bundesregierung dort humanitäre Hilfe, wo die Regierung des betroffenen Staates dies selbst nicht ausreichend kann oder will. Zur Bewältigung humanitärer Krisen weltweit setzt das Auswärtige Amt 2017 mehr als 1,4 Milliarden Euro ein – so viel wie noch nie.

Neben der humanitären Notlage in Syrien und den Nachbarländern stehen in diesem Jahr vor allem die Hungerkrisen in Afrika und in Jemen im Fokus deutschen Engagements.

Zum Weiterlesen:

Hunmanitäre Hilfe

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