Hauptinhalt

Pressemitteilung

Erklärung der Außenminister Gabriel und Johnson zum deutsch-britischen Jugendaustausch

19.07.2017

Gemeinsame Erklärung des Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Sigmar Gabriel, und des Außenministers des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, Boris Johnson, über den Ausbau des deutsch-britischen Jugend- und Schüleraustauschs:

In den Händen der Jugend von heute liegt die Zukunft der Beziehungen zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Diese Beziehung ist geprägt von gemeinsamen europäischen Werten und vertrauensvoller Zusammenarbeit, die sich über die Jahrhunderte entwickelt haben. Das Herzstück dieser Beziehungen bilden fruchtbare und vielfältige wirtschaftliche, bildungspolitische und kulturelle Kontakte, ein weitgespanntes Netz zivilgesellschaftlicher sowie persönlicher und beruflicher Verbindungen. Austausch zwischen jungen Menschen und das Lernen der jeweils anderen Sprache sowie die Kenntnis der jeweiligen Geschichte werden auch weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung unserer künftigen bilateralen Beziehungen spielen.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, möglichst vielen jungen Menschen aus unseren beiden Ländern die Gelegenheit zu geben, ihre Altersgenossen im jeweils anderen Land kennenzulernen, um das gegenseitige Verständnis zu fördern.

Im Jahr 2004 verliehen Bundespräsident Köhler und Ihre Majestät Königin Elisabeth II ihrem gemeinsamen Wunsch Ausdruck, Begegnungen zwischen jungen Menschen und Schülern wieder stärker zu beleben, und erinnerten in diesem Zusammenhang an unser im Kulturabkommen vom 18. April 1958 niedergelegtes gegenseitiges Versprechen, den Jugendaustausch zu fördern. Infolgedessen riefen unsere Regierungen im Sommer 2005 die bilaterale Initiative "UK-German Connection" ins Leben. Diese Initiative hat sich zu einer zentralen Koordinierungsstelle für alle Aspekte des bilateralen Jugend- und Schüleraustauschs entwickelt. Tausende junge Menschen aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich gegenseitig zu besuchen, die andere Sprache zu erlernen und das Verständnis für die Lebensweise im anderen Land zu fördern. All denen, die an dieser Initiative mit großem persönlichen Engagement und Einsatz arbeiten, einschließlich des Ministeriums für Auswärtige und Commonwealth-Angelegenheiten, des Bildungsministeriums und des British Council auf britischer Seite sowie des Pädagogischen Austauschdienstes der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland (KMK) auf deutscher Seite, gebührt unser aufrichtiger Dank. In Deutschland ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für den außerschulischen Jugendaustausch zuständig.

Nun ist es an der Zeit, gemeinsam die nächsten Schritte zu unternehmen. Wir wollen die Bemühungen unserer Regierungen intensivieren, um den Austausch zwischen unseren Jugendlichen zu verstärken. Zu diesem Zweck werden wir dieses Jahr die für die UK-German Connection zur Verfügung stehenden Mittel verdoppeln. Ferner werden wir den strukturellen Rahmen der UK-German Connection stärken, damit sie auch langfristig als zentrale Koordinierungsstelle fungieren kann. Beide Seiten verfolgen das Ziel, eine deutlich höhere Anzahl junger Menschen und Lehrer von künftigen Austauschprogrammen profitieren zu lassen, kulturelle Verbindungen zu knüpfen und den Spracherwerb zu fördern.

Wir betrachten unser verstärktes Engagement für einen intensivierten Schüler- und Jugendaustausch als eine langfristige Investition in ein friedliches Europa, in unsere Sicherheit und unseren Wohlstand – als Freunde und Partner in Europa.

Hintergrund:

Deutschland und Großbritannien verstärken den gemeinsamen Jugend- und Schüleraustausch: Außenminister Sigmar Gabriel und sein britischer Amtskollege Boris Johnson sprachen bereits im April in London über die Notwendigkeit verstärkter Bemühungen auf diesem Gebiet. Das bisher einzige Jugendaustauschbüro mit einem europäischen Land in Großbritannien, die "UK-German-Connection", soll gestärkt werden, um so einen noch langfristigeren und nachhaltigeren Beitrag für Dialog und Austausch zwischen jungen Menschen beider Länder zu gewährleisten. 

Die beiden Minister erklärten deshalb, die der UKGC zur Verfügung stehenden Mittel zu verdoppeln und sich auch künftig für den Auf- und Ausbau dieser Verbindung einsetzen zu wollen.

Zum Weiterlesen:

Deutschland und Großbritannien: bilaterale Beziehungen

Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise und Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere