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Pressemitteilung

Menschenrechtsbeauftragter Strässer zur Vollstreckung von Todesurteilen in Jordanien

22.12.2014

Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Christoph Strässer, erklärte heute (22.12.) zur Vollstreckung von elf Todesurteilen in Jordanien:

Ich bin zutiefst erschüttert über die Vollstreckung von elf Todesurteilen in Jordanien. Dies ist ein schwerer Rückschlag, insofern als Jordanien seit 2006 den Vollzug der Todesstrafe ausgesetzt hatte.

Ich appelliere dringend an die jordanische Regierung, die Entscheidung zur Wiederaufnahme von Todesstrafen zurückzunehmen und ein allgemeines Moratorium für die Todesstrafe als einen ersten Schritt hin zu ihrer Abschaffung zu verhängen.

Die Todesstrafe ist eine unmenschliche, grausame und unmoralische Art der Bestrafung. Sie hat im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr. Die Bundesregierung lehnt die Todesstrafe unter allen Umständen ab. Deutschland wird sich auch weiterhin gemeinsam mit ihren Partnern in der EU konsequent für ihre weltweite Abschaffung einsetzen.

Hintergrund

Am 21. Dezember wurden in Jordanien elf wegen Mordes verurteilte Personen hingerichtet. Dies ist das erste Mal seit März 2006, dass die Todesstrafe in Jordanien vollstreckt wurde. Ein formelles Moratorium bestand jedoch nicht. 

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