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EU- Finanzmarktregulierung

Die Finanzkrise hat Schwachstellen bei der Regulierung des Finanzmarkts sichtbar gemacht. Fehlende Transparenz und ungenügende Regulierung führten zur Ausdehnung der Krise auf die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die dann mit öffentlichen Mitteln in Not geratene Finanzinstitute retten mussten. Ziel der in den letzten Jahren aufgebauten Regulierung ist es, Lücken zu schließen und für Stabilität auf den Märkten zu sorgen.

Um eine verbesserte Aufsicht des europäischen Finanz- und Bankensektors zu erreichen, wurde am 01.01.2011 das Europäische Finanzaufsichtssystem ESFS etabliert.

Mehr dazu finden Sie hier: ec.europa.eu

Ergänzend hat die Europäische Zentralbank (EZB) im November 2014 die direkte Aufsicht über die 120 größten Banken der Eurozone übernommen, nachdem sie eine umfassende Bewertung der Banken inklusive Stresstests durchgeführt hat.

Um  Finanzinstitute zu stärken und gleichzeitig ein Rahmenwerk zur Sanierung und Abwicklung von insolventen Banken zu schaffen, wurde im Jahr 2014 der einheitliche Abwicklungsmechanismus SRM errichtet. So können künftig nicht überlebensfähige systemrelevante Banken unter Beteiligung von EZB, EU-Kommission und den Mitgliedstaaten abgewickelt werden.

Mehr dazu finden Sie hier: ec.europa.eu

Ein weiteres wichtiges Ziel der Finanzmarktregulierung ist es, die Widerstandsfähigkeit der Banken zu stärken. Damit soll verhindert werden, dass eine Schieflage einzelner Banken sich negativ auf das gesamte Finanzsystem auswirkt. Die derzeit in Brüssel beratene Verordnung zur Bankenstrukturreform (BSR) zielt daher darauf ab, riskante Geschäftszweige vom Kerngeschäft der Institute abzuspalten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der verbesserte Verbraucherschutz für die Empfänger von Finanzdienstleistungen. Dies soll in erster Linie durch transparente Produkte, vergleichbare Standards sowie dem verbesserten Schutz bei Insolvenz von Instituten erfolgen.


Stand 27.08.2015

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