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Deutsch-Französischer Tag 2012

An seinem ersten Arbeitstag als Staatsminister im Auswärtigen Amt empfing Michael Link den französischen Europaminister Jean Leonetti. Im Mittelpunkt der politischen Gespräche standen aktuelle Fragen der bilateralen und europäischen Agenda wie die Schuldenkrise im Euro-Raum sowie die Stärkung der wirtschaftlichen Konvergenz in der EU.

"Die gegenwärtige Lage in Europa fordert mehr denn je, dass sich Deutschland und Frankreich eng abstimmen", sagte Link nach dem Gespräch. Ziele wie die Stabilisierung des Euros und die Stärkung von Europas Rolle in der Welt könnten nur gemeinsam erreicht werden. Das deutsch-französische Tandem sei notwendig dafür, dass Europa vorankomme.

50 Jahre Élysée-Vertrag © AA / MAE

50 Jahre Élysée-Vertrag
© AA / MAE

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50 Jahre Élysée-Vertrag

50 Jahre Élysée-Vertrag

50 Jahre Élysée-Vertrag

Für Europaminister Leonetti ist die bilaterale Zusammenarbeit die Grundvoraussetzung für die europäische Integration. Er betonte auch die große Übereinstimmung zwischen den deutschen und französischen Positionen zu internationalen und europäischen Themen. Dabei wollen Deutschland und Frankreich andere EU-Staaten nicht ausschließen: "Wir wollen nicht polarisieren, sondern integrieren", so Link.

Am 22. Januar 2013 jährt sich zum 50. Mal die Unterzeichnung des Elysée-Vetrags. "Das Jubiläum bietet uns die Gelegenheit zur Bestandsaufnahme, aber auch zur Neuausrichtung auf die gewandelten Bedingungen in Europa", sagte der deutsche Staatsminister. Link und Leonetti stellten ein Logo vor, dass für das anstehende Jubiläum entworfen wurde.

1963 unterzeichneten General Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit (Elysée-Vertrag) in Paris. Mit dem Vertrag wurden drei Ziele verfolgt: Symbolische Besiegelung der deutsch-französischen Aussöhnung, Begründung einer echten Freundschaft zwischen den Völkern, insbesondere der Jugend, sowie die Förderung der europäischen Integration. Mit dem Vertrag wurde ein verbindlicher Zeitplan für regelmäßige Treffen auf allen institutionellen Ebenen festgelegt, damit die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu einer Selbstverständlichkeit werde. Anlässlich des 40.Jahrestags des Elyséevertrags 2003 haben Staatspräsident Chirac und Bundeskanzler Schröder den 22. Januar zum Deutsch-Französischen Tag erklärt.


Die Jugend in Deutschland und Frankreich im Mittelpunkt

Die Feierlichkeiten in diesem Jahr rücken die Themen Jugend, berufliche Bildung und wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Im Rahmen des vom deutsch-französischen Jugendwerk organisierten Entdeckertags besuchten Michael Link und Jean Leonetti eine von der "Clean Energy Partnership" betriebene Wasserstofftankstelle und diskutierten mit Berliner Schülerinnen und Schülern über erneuerbare Energien und Karrierechancen.

Bei einer Diskussionsveranstaltung im Auswärtigen Amt tauschten sich Michael Link und Jean Leonetti mit Schülern und Studenten über Fragen der deutsch-französischen Beziehungen und aktuelle europapolitische Themen aus.

Deutsch-Französischer Preis

Zum Abschluss des Programms verliehen Michael Link und Jean Leonetti den Adenauer-de Gaulle Preis an Edzard Reuter und Jean François-Poncet, die den Preis stellvertretend für die 1992 gegründeten Unternehmertreffen von Evian erhielten. Hierbei handelt es sich um ein jährliches Dialogforum hochrangiger Vertreter der deutschen und französischen Wirtschaft.

Der Deutsch-Französische Preis wurde von beiden Regierungen anlässlich der Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Elysée-Vertrags am 22. Januar 1988 in Paris gestiftet und wird seitdem jährlich am Deutsch-Französischen Tag verliehen.

Mehr zur deutsch-französischen Zusammenarbeit finden Sie auf www.deutschland-frankreich.diplo.de


Stand 24.01.2012