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Europäische Union bekommt Friedensnobelpreis

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Europäische Union. Das teilte das Nobelpreiskomitee am 12. Oktober in Oslo mit. Die EU bekomme den Preis "für über sechs Jahrzehnte lang geleisteten Beitrag zu Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa", so das Komitee in seiner Begründung.

Außenminister Westerwelle, der bei einem Besuch in China von der Nachricht erfuhr, freute sich:  Das ist eine großartige Entscheidung, die mich stolz und glücklich macht. Die europäische Integration ist das erfolgreichste Friedensprojekt der Geschichte. Aus den Trümmern von zwei schrecklichen Weltkriegen sind Frieden und Freiheit gewachsen, aus Erbfeinden sind gute Freunde und untrennbare Partner geworden.

Der Präsident des Europäischen Rats Herman Van Rompuy und der Präsident der EU-Kommission José Manuel Barroso sprachen von einer großen Ehre für die EU und der stärksten möglichen Anerkennung für die tiefen politischen Motive hinter unserer Union.

Europa - heute ein Kontinent des Friedens

Das Nobelpreiskomitee wies auf die stabilisierende Rolle der EU hin, die dabei geholfen habe, den größten Teil Europas von einem Kontinent des Krieges in einen Kontinent des Friedens zu verwandeln. Derzeit durchlebe die EU ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten und beträchtliche soziale Unruhe. Die Arbeit der Union repräsentiere aber die Brüderlichkeit zwischen den Nationen.

Nobelpreis ist Ansporn

Außenminister Westerwelle ist überzeugt: Der Nobelpreis ist ein großer Ansporn, jetzt erst recht unsere eigenen Probleme zu lösen, mit unserem europäischen Modell der Kooperation Beispiel zu geben und unsere europäischen Anstrengungen für eine friedliche Entwicklung der Welt noch zu verstärken. Ähnlich äußerte sich Bundeskanzlerin Angla Merkel in Berlin. Der Friedensnobelpreis für die EU sei Ermutigung und Verpflichtung, auch für sie ganz persönlich.


Stand 12.10.2012