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Frauen, Frieden und Sicherheit

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) befasst sich in regelmäßigen Abständen mit der Rolle von Frauen bei der Friedenssicherung und in Konflikten. Er bestätigt damit, dass Gleichstellung, Teilhabe und Schutz von Frauen zentrale Bestandteile von Außen- und Sicherheitspolitik sind. Die aktive Einbindung von Frauen in allen Phasen der Konfliktprävention und Konfliktbewältigung sowie der Schutz von Frauen und Mädchen vor sexueller Gewalt und Vergewaltigung in bewaffneten Konflikten sind die übergeordneten Ziele von Resolution 1325 (2000) des UN-Sicherheitsrats.

Die Bundesregierung unterstützt diese Arbeit und setzt sich in verschiedenen Bereichen dafür ein, die Rolle von Frauen bei Friedenssicherung und Konfliktprävention zu stärken.

Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung

Deutschland trägt auf verschiedenen Wegen zur Umsetzung der Resolution 1325 (2000) (PDF, 25 KB) bei. Am 11. Januar 2017 verabschiedete das Bundeskabinett den zweiten Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Resolution für den Zeitraum 2017 bis 2020.

Der Aktionsplan (2017 - 2020) baut auf dem umfassenden Ansatz des erstenAktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung von Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats für den Zeitraum 2013-2016 (PDF, 646 KB) auf. Mit den im Aktionsplan enthaltenen Maßnahmen und Projekten setzt sich die Bundesregierung für eine verstärkte Beteiligung von Frauen in der Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedenskonsolidierung sowie für den Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt in bewaffneten Konflikten ein.

Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung von Resolution 1325 zu Frauen, Frieden, Sicherheit des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen für den Zeitraum 2017 - 2020 (PDF, 5 MB)

Das Bundeskabinett stimmte am 11. Januar 2017 auch dem Umsetzungsbericht zum ersten Aktionsplan zu, der anschließend  dem Bundestag übermittelt wurde.  Der Umsetzungsbericht beschreibt Aktivitäten und Maßnahmen der Bundesregierung zur Umsetzung von Resolution 1325 im Zeitraum 2013 bis 2016. Neben einer Darstellung der Beteiligung von Frauen im nationalen wie internationalen Rahmen geht der Bericht auf das politische Engagement der Bundesregierung im nationalen, regionalen und internationalen Kontext ein. Zudem werden politische und projektbezogene Maßnahmen nach den sechs Schwerpunktbereichen des ersten Aktionsplans erläutert und die durchgeführten Projekte aufgelistet.

Umsetzungsbericht zum Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung von Resolution 1325 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen für den Zeitraum 2013 - 2016 (PDF, 1 MB)

Folgeresolutionen

Die Verabschiedung von insgesamt sieben Folgeresolutionen des Sicherheitsrats zeugt vom Willen der Staatengemeinschaft, die Ziele von Resolution 1325  konzeptionell weiter auszugestalten. Das Resolutionspaket zu "Frauen, Frieden und Sicherheit" umfasst neben der Ursprungsresolution 1325 (2000) derzeit folgende Folgeresolutionen: www.un.org

Querschnittsthema der Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik

Auf Ebene der Vereinten Nationen gehört Deutschland der "Freundesgruppe der Resolution 1325" an, in der Informationen zur Umsetzung ausgetauscht und gemeinsame Positionen und Initiativen abgestimmt werden können. Deutschland nimmt an den offenen Debatten im Sicherheitsrat zur Umsetzung von Resolution 1325 teil und setzt sich für die Berücksichtigung der in der Resolution enthaltenen Forderungen in allen UN-Gremien ein. Auch in der Europäischen Union, der NATO, der OSZE und anderen internationalen Organisationen und Foren engagiert sich die Bundesregierung für die  Ziele von Resolution 1325. Die Bundesregierung begreift die Umsetzung der Resolution 1325 als Querschnittsthema, das bei Entscheidungen, Aktivitäten und Projekten ihrer Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik berücksichtigt wird.

EU Task Force zu Frauen, Frieden und Sicherheit

Auf europäischer Ebene findet die Resolution 1325 im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik Anwendung. Die EU hat Richtlinien für die Umsetzung der Resolution in europäischen Friedenseinsätzen entwickelt und Ratsschlussfolgerungen zur Berücksichtigung von Gleichstellungsaspekten im Krisenmanagement erlassen.

Als regelmäßiger Teilnehmer der "EU Task Force zu Frauen, Frieden und Sicherheit" wirkt Deutschland an Entscheidungen und Aktivitäten der EU zur Umsetzung von Resolution 1325 mit. Die Task Force setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der EU-Kommission, des Ratssekretariats und einiger Mitgliedstaaten. Eine EU-Webseite in englischer Sprache gibt einen Überblick über die Aktivitäten der Task Force und enthält relevante Dokumente.

Weitere Informationen

Tagungsbericht: "A Case for Inclusive Peace and Security: How to accelerate the Implementation of UN Security Council Resolution 1325" (18.11.2016) (PDF, 1 MB)

UN WomenWatch

Deutsche Beteiligung an Friedensmissionen


Stand 12.01.2017

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