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Forum "Menschen bewegen" zur Auswärtigen Kultur- und Bildungs­politik mit Außen­minister Steinmeier

Außenminister Steinmeier mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern von "Menschen bewegen 2016"

Außenminister Steinmeier mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern von "Menschen bewegen 2016"
© Thomas Imo/photothek.net

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Außenminister Steinmeier mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern von "Menschen bewegen 2016"

Außenminister Steinmeier mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern von "Menschen bewegen 2016"

Außenminister Steinmeier mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern von "Menschen bewegen 2016"

"Menschen bewegen" war das Motto eines dreitägigen Forums (13.-15.4.), zu dem Außenminister Frank-Walter Steinmeier geladen hatte. Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) hat heute eine größere Bedeutung als jemals zuvor. In einer Welt, die aus den Fugen geraten scheint, in der Konflikte zunehmend kulturell-religiös aufgeladen werden, gilt im besonderen Maße: gegen Ideologisierung helfen nur Austausch und gemeinsame Arbeit in Kultur, Bildung und Wissenschaft. Diesen Zielen dient die AKBP.

"Die Debatten und Workshops der letzten drei Tage haben gezeigt, wie viele Akteure mit Elan, Energie und Kreativität bei uns in Kultur und Bildung aktiv sind." Dieses positive Fazit zog Außenminister Steinmeier bei seiner Abschlussrede am Freitag. Er dankte den zahlreichen Berliner Institutionen, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre Türen geöffnet und besondere Programmpunkte angeboten hatten. "Menschen bewegen 2016" war nach 2006 und 2008 bereits das dritte Forum, das sich der Frage nach Gegenwart und Zukunft der AKPB stellte. In diesem Jahr gab es drei Schwerpunkte: Am Mittwoch stand bei "Welt-Klasse! Schule. Bildung. Zukunft." die Partnerschul-Initiative (PASCH) im Vordergrund. In der "Langen Nacht der Ideen" am Donnerstag wurden unterschiedlichste Projekte und Ideen diskutiert und erfahrbar gemacht. "Kultur und Außenpolitik live" präsentierte am Freitag die Ergebnisse des Kultur- und Bildungsforums einem breiten Publikum.

 Schülerinnen und Schüler rocken das Auswärtige Amt

Der Veranstaltungsort für "Welt-Klasse! Schule. Bildung. Zukunft." war passend zu den jungen internationalen Gästen gewählt: der Weltsaal des Auswärtigen Amts. In Interviews, Podiumsdiskussionen und Videobotschaften machten Schülerinnen und Schüler aus 120 Ländern deutlich, wie Deutschlernen im Ausland nicht nur ihren Schulalltag, sondern ihr Leben bereichert.

Es war eine bunte und abwechslungsreiche Auftaktveranstaltung rund um die Partnerschulinitiative "PASCH", die das Forum "Menschen bewegen 2016" eröffnete. Staatsministerin Maria Böhmer lobte in ihrer Eröffnungsrede diejenigen, die an den rund 1800 deutschen Partnerschulen lernen und lehren, als "wahre Brückenbauer", "Vorbilder" und "Botschafter". 

Die Partnerschulinitiative PASCH hatte Außenminister Steinmeier bereits während seiner ersten Amtszeit zusammen mit der "Zentralstelle für das Auslandsschulwesen", dem Goethe-Institut, dem DAAD und dem Pädagogischen Austauschdienst ins Leben gerufen. Sie ist mittlerweile ein eindrucksvolles Netzwerk von Deutschlernern geworden, dem rund 600.000 Schülerinnen und Schüler angehören. Insgesamt lernen über 15 Millionen Menschen weltweit Deutsch.

Die Begeisterung über diese Erfolgsgeschichte brachte Staatsministerin Böhmer in ihrer Eröffnungsrede zum Ausdruck, die Sie hier nachlesen können.

Von der Street Football World bis zum Haus der Kulturen der Welt

Teilnehmende der "Langen Nacht der Ideen" im Neuen Museum

Teilnehmende der "Langen Nacht der Ideen" im Neuen Museum
© Thomas Koehler/photothek.net

Das Motto "Menschen bewegen" verband in der "Langen Nacht der Ideen" am Donnerstagabend 14 unterschiedliche Orte in Berlin miteinander. In interaktiven Formaten kamen die Besucherinnen und Besucher miteinander ins Gespräch über Fragen wie: "Wie können wir Menschen durch Kulturarbeit vernetzen?" "Wie können wir Bildung über Grenzen hinweg fördern?" "Welche Rolle können Kultur und Sport bei Konfliktprävention spielen?"

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, die Verbindung von "Innen" und "Außen" in der kulturellen Praxis zu erleben. Hierfür hatten 15 Kulturinstitutionen in Berlin, darunter das Gorki-Theater, die Berliner Festspiele und der Club "Tresor", ein gemeinsames Programm entwickelt, in dem sich Künstler/-innen, Wissenschaftler/-innen und Politik gemeinsamen Themen widmeten. Die Themen reichten von den Auswirkungen der Digitalisierung über die Koproduktion von Wissen und Kultur bis zu aktuellen Fragen einer Einwanderungsgesellschaft.

Die soziale Kraft der Kultur: Menschen bewegen 2016

Die Veranstaltung "Kultur und Außenpolitik live" fasste am Freitag (15.04.) in der Station Berlin die Ergebnisse der ersten beiden Tage zusammen und präsentierte sie einem breiten Publikum. In Workshops, TED-ähnlichen Formaten und Beiträgen prominenter Künstler wurde ein gemeinsamer Blick auf künftige Aufgaben und Herausforderungen der AKBP gerichtet. Zudem gab es Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik live zum Anfassen: beim Speak-Dating, Poetry Slam, Rollstuhl-Basketball und vielem mehr.

Außenminister Steinmeier beschloss das Forum "Menschen bewegen"  mit einer Grundsatzrede zur AKBP. Verantwortungsvolle Kulturpolitik könne sich zwar nicht "der Entscheidung entziehen, ob und was wir fördern". Jedoch seien die rund 1,6 Milliarden Euro für die "gesamte kulturelle Infrastruktur in der Welt außerhalb Deutschland" nicht zu viel für "ein Land, "dessen Zukunft sich zwischen Amerika und China, zwischen Moskau und Johannesburg" entscheide. "Diese kulturelle Infrastruktur wollen und müssen wir sichern und ausbauen", so Steinmeier. Ein Schritt auf diesem Weg sei, starke und unabhängige Partner zu unterstützen: Zu Goethe-Institut und Auslandsschulen werden im nächsten Jahr auch Partner der Außenwissenschaftspolitik mit "den Flaggschiffen DAAD, dem Deutschen Archäologischen Institut und der Alexander von Humboldt-Stiftung" hinzukommen.

Die Soziale Kraft von Kultur und Bildung stärken ist der beste Weg zu einer friedlicheren Welt. Zu einer Welt, in der aus Unterschieden nicht Missverständnisse, aus Missverständnissen nicht Konflikte, aus Konflikten nicht Kriege werden.

Steinmeiers Vision für AKBP sei bereits vom Begründer der modernen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, Ralf Dahrendorf, ins Stammbuch geschrieben: "Wir wollen auf lange Sicht wegkommen von einer Außenpolitik der Staaten zu einer Außenpolitik der Gesellschaft", wünschte Steinmeier. Lesen Sie die gesamte Grundsatzrede hier.

Zum Weiterlesen:

www.menschenbewegen2016.de

"Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH)

Außenminister Steinmeier zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik: "Man muss das Gespräch vor Ort suchen" (Interview, 08.04.2016)

"Menschen Bewegen" (Namensartikel von Außenminister Steinmeier, erschienen in der Welt am 09.04.2016)

Tagesspiegel: Themenseite "Menschen Bewegen 2016"

Folgen Sie der Veranstaltung auch in den Sozialen Medien auf Facebook sowie auf Twitter unter dem Hashtag #Menschenbewegen2016.



Stand 11.04.2016

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