Hauptinhalt

Polizeiprogramm Afrika

Seit 2009 fördert das Auswärtige Amt das „Polizeiprogramm Afrika“ über die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ GmbH). Die Projektmaßnahmen zielen darauf ab, den Polizeistrukturen in teilnehmenden afrikanischen Staaten mittel- bis langfristig dabei zu helfen, ihre Arbeit professionell, bürgernah und mit Respekt vor Menschenrechtsstandards und rechtsstaatlichen Grundsätzen durchzuführen.

Mit diesem Ziel ging es in einer ersten Phase des Projekts vorwiegend um Kapazitätsaufbau von Polizeiinstitutionen. So trug die Sanierung einer Polizeischule in Mauretanien beispielsweise dazu bei, dass 150 Zollbeamte im April 2015 ihre Ausbildung in einem professionellen Umfeld beginnen konnten. Ein anderes Beispiel für die konkrete Umsetzung: In der Demokratischen Republik Kongo wurden Kriminalpolizisten beraten und fortgebildet, um Delikte sexueller Gewalt  gezielt aufzuklären sowie in ihrer Arbeit Menschenrechte durchgehend zu wahren.

Programmabsolventen in Goma (Demokratische Republik Kongo)

Programmabsolventen in Goma (Demokratische Republik Kongo)
© GIZ

Bild vergrößern
Programmabsolventen in Goma (Demokratische Republik Kongo)

Programmabsolventen in Goma (Demokratische Republik Kongo)

Programmabsolventen in Goma (Demokratische Republik Kongo)

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf Fortbildungsmaßnahmen für Polizeikräfte, die in afrikanische und internationale Friedensmissionen entsandt werden. Dabei wird zugleich der Aufbau der Polizeikomponente der African Standby Force (ASF) unterstützt. Seit 2013 wird in einer zweiten Phase vor allem die Stärkung der regionalen Zusammenarbeit nationaler Polizeistrukturen befördert, damit diese grenzüberschreitenden Problemlagen besser begegnen können. So ist es bei Ländern mit langen, schwer zu sichernden Landgrenzen entscheidend, dass sich die nationalen Sicherheitskräfte schnell und effektiv verständigen können. Beispielsweise wird ein begonnener Austausch zwischen gegenüberstehenden Grenzposten in Niger und Nigeria als sehr positiv angesehen, und die regelmäßig stattfindenden Dialogveranstaltungen mit der dort lebenden Grenzbevölkerung erhöhen das Vertrauen in die Polizei.


Stand 02.09.2015

Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise und Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere