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Präventive Friedensarbeit im Norden der Republik Niger

Das deutsche Engagement im Norden der Republik Niger ist ein anschauliches Beispiel für Krisenprävention. Dort betreibt das Auswärtige Amt seit 2012 gemeinsam mit Care Deutschland und lokalen Partnern präventive Friedensarbeit. Das Projekt richtet sich in verschiedenen Phasen etwa an ehemalige Kämpfer oder Jugendliche. Instrumente wie Friedensforen oder Berufsbildungsprogramme sollen dabei langfristig Konfliktpotenzial abbauen.

Erhöhte Instabilität in einem der ärmsten Länder der Welt

Der Staat Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Gelegen in einer Region Westafrikas, die seit Jahren von bewaffneten Konflikten und hoher Instabilität geprägt ist, wird das Land - wie auch andere Teile der Sahelzone – zunehmend zu einem Rückzugsgebiet für terroristische Gruppierungen. Insbesondere der von internationaler Hilfe abgeschnittene Norden des Landes sowie Flüchtlingsströme aus Mali und der Zentralafrikanischen Republik sind eine große Herausforderung für die Stabilität des Landes.

Langfristige Arbeit mit erfahrenen Partnern vor Ort

Gemeinsam mit der Organisation Care Deutschland und der nigrischen Nichtregierungsorganisation HED-Tamat ("Homme Environnement Développement") arbeitet das Auswärtige Amt bereits seit 2012 erfolgreich an einem Projekt zur präventiven Friedensarbeit in Niger. Die erste Phase des Projekts widmete sich 2012 der „Friedensarbeit mit Ex-Kämpfern und Rückkehrern und der Prävention der Bandenbildung im Norden der Republik Niger“. Die zweite Phase bis Ende 2014 richtete sich vor allem an die jüngere Generation Nigers, während die dritte Phase des Projekts, die am 1. Januar 2015 begann, das Verhältnis von Bürger und Staat behandelt. 

Friedensforen bauen langfristig Konfliktpotenzial ab

Friedensforen bauen langfristig Konfliktpotenzial ab
© HED-TAMAT

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Friedensforen bauen langfristig Konfliktpotenzial ab

Friedensforen bauen langfristig Konfliktpotenzial ab

Friedensforen bauen langfristig Konfliktpotenzial ab

Durch Diskussionsforen, kulturelle Veranstaltungen und Programme mit einem Fokus auf der Verbesserung der schulischen und beruflichen Ausbildung wird bestehendes Konfliktpotential abgebaut. So haben Gemeinden etwa die Möglichkeit, 20 junge Männer und Frauen für eine kurze Berufsausbildung auszuwählen. Besonders hervorzuheben sind außerdem die von HED-Tamat veranstalteten Friedensforen, die in den meisten Teilen der Region Agadez im Norden Nigers stattfinden, bei denen Bürger sich nicht nur untereinander über präventive Friedensarbeit austauschen sondern auch ein wertvoller Dialog zwischen Bürgern und Vertretern des Staates Niger erfolgt.

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Stand 06.08.2015

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