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Grenzprogramm "From Barriers to Bridges"

Das Auswärtige Amt unterstützt seit 2008 ein ambitioniertes Projekt der Afrikanischen Union (AU) zur  Grenzziehung und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Afrika, das African Union Border Programme (AUBP). Dieses leistet einen wichtigen Beitrag zum Kapazitätenaufbau und zur zivilen Krisenprävention auf dem afrikanischen Kontinent.

"From Barriers to Bridges" – lautet das Ziel des AUBP, das sich der Klärung von Grenzfragen in Afrika widmet. Bereits 1964 haben sich die damaligen afrikanischen Staats- und Regierungschefs auf das Prinzip der Unantastbarkeit der Grenzen verständigt: Der von den ehemaligen Kolonialmächten ererbte territoriale Status Quo sollte beibehalten werden.

Grenzen in Brücken verwandeln

Dennoch kam es in den folgenden Jahrzehnten immer wieder zu Grenzkonflikten in Afrika, weil viele Grenzverläufe bislang nicht ausreichend delimitiert (rechtlich vereinbart) und demarkiert (physisch ausgewiesen) sind. Diesem Problem soll das im Jahr 2007 etablierte Grenzprogramm der Afrikanischen Union entgegenwirken: Die Grenzen sollen sich von Barrieren in Brücken verwandeln, die Menschen einander annähern und die Integration auf dem afrikanischen Kontinent voranbringen.

Grenzsteinsetzung an der nun komplett markierten Grenze zwischen Mali und Burkina Faso, Februar 2010

Grenzsteinsetzung an der nun komplett markierten Grenze zwischen Mali und Burkina Faso, Februar 2010
© GIZ

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Grenzsteinsetzung an der nun komplett markierten Grenze zwischen Mali und Burkina Faso, Februar 2010

Grenzsteinsetzung an der nun komplett markierten Grenze zwischen Mali und Burkina Faso, Februar 2010

Grenzsteinsetzung an der nun komplett markierten Grenze zwischen Mali und Burkina Faso, Februar 2010

Das Auswärtige Amt unterstützt das AUBP seit 2008 mit bisher 25 Millionen Euro: Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hilft bei der Delimitation und Demarkation von Grenzen, beim Aufbau von Strukturen zur grenzüberschreitenden Kooperation und bei der Entwicklung von Kapazitäten auf kontinentaler, regionaler, nationaler und lokaler Ebene.  

Die Anfang 2016 angelaufene dritte Phase deutscher Unterstützung rückt Grenzmanagement und die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure, insbesondere auf der regionalen und nationalen Ebene, verstärkt in den Fokus. Durch das Vorhaben konnten darüber hinaus über 2500 km afrikanischer Grenzverläufe abschließend delimitiert und demarkiert werden. Kopien sämtlicher historischer Dokumente über Afrikas Grenzen, die in deutschen Archiven vorhanden sind, wurden an die AU übergeben.

Grenzüberschreitendes Gesundheitszentrum Mali/Burkina Faso

Bereits 2012 wurde außerdem ein grenzüberschreitendes Gesundheitszentrum in Betrieb genommen - das erste seiner Art in Afrika. Das Zentrum wird von zwei Dörfern in Mali und Burkina Faso gemeinschaftlich betrieben und genutzt. Es hat die medizinische Versorgung verbessert und leistet darüber hinaus in einer Region, in der das Zusammenleben nicht immer friedlich war, Tag für Tag einen Beitrag zur regionalen Versöhnung. Ob burkinisch oder malisch: Hier erhält jeder gleichermaßen eine gesundheitliche Versorgung!

Über die Delimitation und die Demarkation hinaus sollen die am Programm teilnehmenden Staaten und die AU auch darin unterstützt werden, Strukturen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit aufzubauen. Hierzu werden die entsprechenden Kapazitäten sowohl der Mitgliedsstaaten selbst als auch ihrer Organisationen, Institutionen und Dienstleister ausgeweitet. Grenzangelegenheiten und Grenzarbeiten sollen im Konsens mit den Nachbarländern selbstständig ausgehandelt und durchgeführt werden können.

Derzeit beteiligen sich aktiv 18 afrikanische Länder am African Union Border Programme.

Dokumentarfilm über das African Union Border Programme

From Barriers to Bridges (Teil 1) (in englischer Sprache)

From Barriers to Bridges (Teil 2) (in englischer Sprache)


Stand 16.06.2016

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