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15 Jahre Zentrum für Internationale Friedenseinsätze

Seit dem Jahr 2002 spielt das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) eine zentrale Rolle bei der Entsendung deutscher Expertinnen und Experten. Kürzlich wurde es zu einer vollwertigen Entsendeorganisation ausgebaut und mit dem Sekundierungsgesetz eine solide rechtliche Grundlage für seine Arbeit geschaffen. Staatsminister Michael Roth würdigte das ZIF bei der Jubiläumsfeier am Dienstag (27.06.) als wichtigen Bestandteil der modernen deutschen Friedensdiplomatie.

Staatsminister Roth in seiner Ansprache: "Wenn es das ZIF nicht gäbe - wir müssten es heute erfinden."

Staatsminister Roth in seiner Ansprache: "Wenn es das ZIF nicht gäbe - wir müssten es heute erfinden."
© Jonas Wresch

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Staatsminister Roth in seiner Ansprache: "Wenn es das ZIF nicht gäbe - wir müssten es heute erfinden."

Staatsminister Roth in seiner Ansprache: "Wenn es das ZIF nicht gäbe - wir müssten es heute erfinden."

Staatsminister Roth in seiner Ansprache: "Wenn es das ZIF nicht gäbe - wir müssten es heute erfinden."

73 Friedensmissionen weltweit

11 Großkonflikte mit jeweils über 1000 Toten jährlich herrschen derzeit auf der Welt – zusätzlich zu einer Vielzahl kleinerer Konflikte. Dagegen stemmen sich 73 Friedensmissionen, um Konflikte einzudämmen und danach den Frieden zu sichern. Da sich deutsche Außenpolitik in erster Linie als Friedenspolitik definiert, ist der aktive Beitrag zu diesen Friedensmissionen für die deutsche Diplomatie so wichtig. Deutschland nimmt diese Verantwortung einerseits finanziell wahr – etwa als viertgrößter Beitragszahler des UN-Peacekeeping-Budgets. Andererseits spiegelt sich das Engagement auch in der Entsendung deutscher Fachkräfte in ebendiese Friedensmissionen.

Dringender denn je gebraucht

Das ZIF mit seinen 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist sowohl für die Entsendung als auch die Qualifizierung von Fachkräften für Friedenseinsätze zuständig und erarbeitet Analysen und Konzepte zu Peacebuildung und Peacekeeping. Rund 150 Expertinnen und Experten, sogenannte Sekundierte, sind derzeit über das ZIF im Feld – etwa in Einsätzen der OSZE, EU, UN oder NATO. Staatsminister Michael Roth würdigte in seiner Laudatio die Rolle des ZIF:

Wenn es das ZIF nicht gäbe – wir müssten es heute erfinden. Denn in dieser Welt voller Krisen und Konflikte werden zivile Expertinnen und Experten mehr denn je dringend gebraucht. Ihre Arbeit und Erfahrung, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist ein unermesslicher Schatz: Tag für Tag helfen Sie dabei, Krisen zu entschärfen oder – noch besser – Konflikte gar nicht erst entstehen zu lassen. Und das überall auf der Welt.

Dank an den Bundestag

Roth dankte auch dem Deutschen Bundestag für die fraktionsübergreifende Unterstützung und betonte die Bedeutung des neuen Sekundierungsgesetzes für die entsandten Fachkräfte:

Das Gesetz ist ein Meilenstein in der rechtlichen und sozialen Absicherung unseres Zivilpersonals. Wir wollen sie für ihre Arbeit angemessen bezahlen und dafür sorgen, dass sie in ihren schwierigen und oftmals gefährlichen Missionen bestmöglich abgesichert sind.

Zum Weiterlesen:

Rede von Staatsminister Michael Roth zum 15. Jahrestag der Gründung des Zentrums für Internationale Friedenseinsätze (27.06.17)

UN-Friedensmissionen und deutsches Engagement

www.zif-berlin.org


Stand 28.06.2017

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