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"Deutlich unter 2 Grad" – Briefing zur 22. Weltklimakonferenz in Marrakesch

Nach der 21. Weltklimakonferenz (COP21 von Paris) wollen die Vertreter von Regierungen, Zivilgesellschaft, Forschung und Wirtschaft das Momentum für mehr Klimaschutz nutzen. Wie soll es nun konkret weitergehen im Kampf gegen den Klimawandel? Über diese Frage diskutierten heute im Vorlauf zum COP22 in Marrakesch (07.-18.11.) Expertinnen und Experten im Rahmen der Veranstaltung "Deutlich unter 2 Grad – Konkrete Umsetzung nach Paris" im Auswärtigen Amt.

Gemeinsam den COP22 zum Erfolg machen

Staatsministerin Böhmer: "Gemeinsam sind wir Verpflichtungen eingegangen und müssen diese nun einlösen."

Staatsministerin Böhmer: "Gemeinsam sind wir Verpflichtungen eingegangen und müssen diese nun einlösen."
© AA

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Staatsministerin Böhmer: "Gemeinsam sind wir Verpflichtungen eingegangen und müssen diese nun einlösen."

Staatsministerin Böhmer: "Gemeinsam sind wir Verpflichtungen eingegangen und müssen diese nun einlösen."

Staatsministerin Böhmer: "Gemeinsam sind wir Verpflichtungen eingegangen und müssen diese nun einlösen."

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: Knapp ein Jahr nach dem "historischen Erfolg" der globalen Klimaverhandlungen von Paris steht mit der diesjährigen UN-Klimakonferenz (COP22) in Marokko die nächste Etappe im Kampf gegen den Klimawandel an. Um die Weichen für weitere Schritte zu stellen, diskutierten heute bei der Veranstaltung "Deutlich unter 2 Grad – Konkrete Umsetzung nach Paris" über 200 Gäste aus dem diplomatischen Korps, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Wissenschaftsverband Deutsches Klima-Konsortium.

Verantwortung übernehmen, alle Akteure einbinden

Staatsministerin Maria Böhmer eröffnete die Veranstaltung mit einem Appell an die gemeinsame Verantwortung, an den Erfolg von Paris anzuknüpfen: 

Gemeinsam sind wir mit dem Übereinkommen von Paris Verpflichtungen eingegangen und müssen diese nun einlösen. Dafür müssen wir Strategien erarbeiten und diese stetig weiterentwickeln und anpassen. Die Zivilgesellschaft, die Wirtschaft und die Wissenschaft – alle Akteure müssen eingebunden werden. 

Dabei biete der Kampf gegen den Klimawandel auch Chancen, insbesondere für Entwicklungsländer: etwa für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze. Die Stichwörter lauteten hier Technologietransfer und Innovation. "Für ein gemeinsames Erreichen der Ziele von Paris und der Nachhaltigkeits-Agenda 2030", so die Staatsministerin des Auswärtigen Amts, "braucht es nicht weniger als eine globale Transformation, bei der nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz ineinandergreifen".

Lesen Sie hier das Grußwort von Staatsministerin Böhmer im Volltext.

Deutschland leistet Beitrag für schnelles Inkrafttreten von Paris-Abkommen

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Rita Schwarzelühr-Sutter, sagte mit Blick auf die Umsetzung des Abkommens von Paris: "Ich freue mich sehr, dass wir in der vergangenen Woche das parlamentarische Verfahren zur Ratifikation des Paris-Abkommens abschließen konnten. Damit leisten wir unseren Beitrag für ein schnelles Inkrafttreten. Das stärkt die Glaubwürdigkeit des Abkommens und trägt dazu bei, das Abkommen Wirklichkeit werden zu lassen."

Im Fokus: Maßnahmen und nationale Beiträge für gemeinsamen Erfolg

Im Mittelpunkt der weiteren Vorträge und Debatten stand heute, welche Maßnahmen und nationalen Beiträge nun nötig sind, um das gemeinsame Ziel einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau einzuhalten. Thema war außerdem, inwieweit dieses Ziel mit einem Entwicklungsauftrag an alle Gesellschaften verbunden ist. Nur durch die Entwicklung aller Länder kann die globale Transformation hin zu einer treibhausgasneutralen und klimaresilienten Gesellschaft gelingen.

Zum Weiterlesen:

"Paris-Abkommen: Ein Wendepunkt im Klimaschutz" (Artikel vom 15.12.2015)
Globale Fragen: Klima


Stand 27.09.2016

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